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Eine Pappnase macht noch kein frohes Herz

 

Was explodiert da an Energie in Discos, Tanzbühnen, Stadien und in den „tollen Tagen" des Karnevals! Es ist nun mal so: Einmal muss ein Hut in die Luft. So laufe das ab, meinen Neurobiologen und anverwandte Forscher: Von der Grosshirnrinde zum Thalmus, über Hippocampus zum Cortex, und dann eben kann Freude explodieren. Die Bibel sagt’s verständlicher, sie spricht vom Herzen. Und das ist vom Schöpfer so geschaffen, das es Freude braucht wie der Fisch das Wasser. Ein Blick in diese Werkstatt:

Freude und Wonne jubelte, als Gott in den Uranfängen Berge, Fluten und die Scholle schuf.1)  So tönte es bei den Alten: „Gepriesen sei der Herr, der Erquicker der Seele, das Herz frohlockt, der Mund hat sich weit aufgetan."2),  ja das ganze Volk „jauchzte mit gewaltigem Jauchzen, dass sie Erde erdröhnte."3)   Welch ein Jubel durch die 150 Psalmen wie bei den Propheten: „Brich aus in Jubel, du erhöhtes Volk des Herrn! Die Berge und die Hügel werden vor Euch in Jubel ausbrechen und alle Bäume des Feldes werden in die Hände klatschen."4)   Als Jesus geboren wurde, hing der Himmel buchstäblich voller Geigen5)   und dann sind es die Jünger, deren „ganze Menge anfing, mit lauter Stimme freudig Gott zu loben."6)   Das setzt sich fort bis zum Gotteslob vor seinem Thron, „wie die Stimme grosser Wasser und starker Donner."7)

Merkwürdig, dass das spontane jubelnde Gotteslob so manchem nicht passt. So war’s auch damals: Als Michal ihren Mann David „vor dem Herrn springen und tanzen sah, verachtete sie ihn."8)   Und so ist’s heute: Wenn junge -und noch mehr ältere- Christen in freudiges Halleluja ausbrechen, rümpfen sich fromme kalte Nasen und schelten es Schwärmerei. Als ob man für Gott nicht schwärmen müsste!

In der Schweiz kam für die Unter-, Mittel- und Oberstufe das Lehrmittel „Menschen-Religionen-Kulturen" in die Schulen. Die Evangelisch-reformierte Kirchensynode des Kantons Zürich monierte, dem Schulbuch fehle der Pfingstgeist, und so werde man zum Geisterfahrer." So ist es: Wo Gott fehlt, kommen die Götter. Wo der Pfingstgeist fehlt, kommt der Scherzgeist. Wo Gottes Freude fehlt, kommt die Trauer. Wo Gottes Leuchten über dem Angesicht fehlt, kommen die Fratzen. Wo die Gnade fehlt, kommt Gericht.

Eine Pappnase macht noch kein frohes Herz. Wohl aber dem, der mit David sagen kann: „Jauchzet dem Herrn, alle Welt! Dienet dem Herrn mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!"

1) Spr. 8.22-31
2) Ruth 4.14; 1.Sam.2
3) 1.Sam.4.5ff
4) Jes.54 und 55
5) Mt. 2.13
6) Mt. 10.21
7) Offenb. 19.6
8) 2.Sam.6

  

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