WORT ZUM TAG

    
 

 

 

DEZEMBER  2003

Frohe Weihnacht!


Zur Zeit, als noch der Weihnachtsmann -Nachfolger des St. Nikolaus mit seinem Knecht Ruprecht- im Kreise der Familie die Kinder bescherte, sangen diese voller Spannung: "Morgen kommt der Weihnachtsmann, kommt mit seinen Gaben. Welche Wonne, welches Leben wird in unserm Hause sein!" Singt man nicht mehr. Aus dem Weihnachtsmann ist ein Riesenheer von Weihnachtsmännern und -frauen geworden. Und statt Räderpferdchen und Zinnherdchen gibts halt Surfbretts und Mountainbykes.

Ein festlichfrohes Fest solls allemal bleiben, nicht unberechtigten frommen Einwänden zum Trotz. Will man den Kleinen das Erleben nehmen: "Wie wird dann die Stube glänzen von der grossen Lichterzahl. Schöner als bei frohen Tänzen ein geputzter Kronensaal"? Und den Grossen das feine Weihnachtsessen - es muss ja nicht gerade eine gebratene Gans oder ein fetter Karpfen sein.

Nur, Kerzen- und Bratenduft, Parfum und Socken allein kanns und darfs nicht sein. Im Weihnachtstext läufts doch andersrum. Es wird nicht berichtet, die Hirten hätten einander mit Weihnachtsstollen beschenkt, Josef mit einer Sanduhr Maria überrascht. Nein, Gott selbst ist der "Weihnachtsmann". Er beschenkt: Grosse Freude allem Volk, der Heiland der Welt in Wiege und Herz, Friede all den Menschen seines Wohlgefallens! 1

Sei ermutigt, in dieser Advents- und Weihnachtszeit konkret ein, zwei Geschenke vom Herrn zu erbitten. Der Gabentisch ist brechend voll:
1.  Christus selbst ist die Gabe Gottes an den Menschen. "Wenn du die Gabe Gottes erkenntest!" sagt Jesus zur Samariterin am Jakobsbrunnen.2 Und Paulus ruft aus: "Gott aber sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!" 3  
2. Das Geschenk der Vergebung. Unruhig, angeklagt im Gewissen, erbitte "die Gabe, die aus vielen Sünden rettet."
3. Die Gabe des heiligen Geistes, ausgegossen in dein Herz.4 Wie überreich ist der beschenkt, der die Wiedergeburt, die Taufe im Heiligen Geist erfleht und erfährt.
4. Die Gaben des Geistes: ein Mangel? Trete zuversichtlich zum Thron der Gnade, erbitte, befleissige dich, erwecke etwas vom Wort der Weisheit, der Erkenntnis, des Glaubens, der Heilung, der Prophetie!5
5. Ein Geschenk der Heilung vom Gabentisch des Herrn. Erbitte es, von dem es heisst: "Er schenkte vielen Blinden das Gesicht!"6
6. Warum sollte es den Herrn gereuen, dir die Bitte um die ganz auf dich zugeschnittene Berufung zu erfüllen, wenn sie denn ernstlich ist?7
7. Die Rettung eines unserer Lieben, unserer Nächsten. Im Sturm wurde Paulus versichert: "Gott hat dir geschenkt alle, die mit dir fahren!" 8 Sollte sich der, der Herzen wie Wasserbäche lenkt, nicht von uns erinnern lassen: "Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus gerettet"?9  Das kann deine Advents- und Weihnachtsbitte sein.

Das ist Weihnacht! So beschenkt wird man umso fröhlicher sein! Und sich zudem  freuen an Geschenken unterm Lichterbaum. Und nicht zuletzt fröhlich Teller und Becher füllen aus Tenne und Kelter.10

Wohlan denn: Frohe Weihnacht!

1  Lukas 2,10-14
2  Johannes 4,10
3  2. Korinther 9,15
4  Apostelgeschichte 2,38
5  1. Korinther 12,8-10
6  Lukas 7,21
7  Römer 11,29
8  Apostelgeschichte 27,24
9  Apostelgeschichte 16,31
10 5. Mose 16,14
(Bibelstellen im Text bitte mit kleinen Ziffern)




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