EIN WORT ZUM TAG




Friede ?

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden. Lukas 2,14

So sagt's die Bibel: "Gott ist ein Gott des Friedens".1 Friede ist ein Grundpfeiler des Reiches Gottes überhaupt.2 Friede ist der Gruss der Engelheere bei der Geburt Jesu. Friede ist der Gruss des Auferstandenen.

...und doch überall Krach!

Dabei ungeheure Friedensanstrengungen: Friedensbewegungen, Friedensmärsche, Friedenstage, ja gar die Eirenik, die wissenschaftliche Friedensforschung. Und doch:

Welche Euphorie, als der grosse Kollaps in Osteuropa das Ende des fast 50jährigen Kalten Krieges einläutete, der Warschauer Pakt sich auflöste, Deutschland wiedervereinigt wurde.Heute?
Der Kaukasus versank in blutigem Bürgerkrieg, ein undurchsichtiger Handel mit nuklearem Material beschleunigt die atomare Profileration. In Rwanda werden eine Million Menschen abgeschlachtet.

Die UNO feiert ihr 50jähriges Bestehen: peace keeping - peace making. Und trotz aller Bemühungen, trotz einem steten Aufwand in Milliardenhöhe kein Friede.

Der Friede, von dem Jesus spricht
Jesus meint etwas völlig anderes. "Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen sondern das Schwert.3)  
Meinte Jesus den politisch/militärischen Frieden, wäre er ein Kriegstreiber. Noch in der Nacht des Verrats wird es vollends klar: "Meinen Frieden gebe ich euch, nicht wie die Welt gibt".4)

Weshalb denn trotz aller Anstrengungen Krieg, Unfriede?
Die Sache ist grundsätzlicher. Immer wieder sagt die Bibel: "Die Gottlosen haben keinen Frieden".5
) Wer Gott los haben will, sich von seinen Geboten entfernt -das gehört zusammen-, hat nicht Frieden und kann nicht Frieden schaffen.

Das geht horizontal wie vertikal. Im 3. Kapitel der Heiligen Schrift zerbricht die Verbindung mit Gott. Und schon beginnt die furchtbare Spirale des Unfriedens für den Einzelnen wie in den zwischenmenschlichen Beziehungen: Verrät Adam Eva, liegt der erste Erschlagene im Blut, rühmt sich Lamech seiner Morde - bis hin zu immer wiederkehrenden Progromen und Völkermord. Die Grünen, nach eigenen Worten die einzig wirklich pazifistische Partei, befürworten in Deutschland den Mord an Ungeborenen jährlich in der Grössenordnung einer grossen Stadt.

Und das hat seine unheimliche Dimension und Konsequenz: "Fleischlich" gesinnt sein bedeutet Feindschaft wider Gott. Das ist ewigkeitsgefährlich. "Ich habe nichts gegen Gott!" Das ist nicht gefragt. Gefragt ist, ob Gott etwas gegen uns hat. Und er hat es, wenn wir gott-los werden wollen.

Friede, wie Gott ihn gibt
Das war die zentrale Mission Jesu: Christus machte Frieden durch das Blut am Kreuz!6 Er vermittelte nicht, nicht zwischen Juden und Samaritern oder mit den Römern - sondern starb am Kreuz, um mit seinem Blut Frieden zwischen Gott und Menschen zu schaffen. Auf diesem Frieden beruht das ganze Evangelium: Gott hat den Frieden verkündigen lassen durch Jesus Christus.7 Darauf beruht der dringliche Appell: Lasset euch versöhnen mit Gott!

Die wunderbaren Folgen
Friede - Schalom, eirene!- im biblischen Sinn meint tausendmal mehr als Ende eines Kriegszustandes. Es meint Sohnschaft, Segen des glückseligen Gottes, meint Friede wie ein Wasserstrom! Wie der Liederdichter singt:

Wenn Friede mit Gott meine Seele durchdringt, ob Stürme auch drohen von fern.
Mein Herze im Glauben doch allezeit singt:
Mir ist wohl, mir ist wohl in dem Herrn!

Und was kommt?< face="Arial">
Nie werden Menschen ohne den Friedefürsten echten Frieden schaffen. Billy Graham, der kürzlich einer Milliarde Menschen das Evangelium verkündete, sprach einmal von den Hufschlägen der apokalyptischen Reiter. Johannes, der unsere Zukunft schaut, sieht ein feuerrotes Pferd: "Dem, der darauf sass, wurde gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen. Ihm wurde ein grosses Schwert gegeben." Gottfern werden wir das Friedens- und Kriegsproblem sowenig in den Griff bekommen wie das Hungerproblem - das schwarze Pferd. Es ist zwar laut der biblischen Prophetie ein Weltdiktator zu erwarten, der für kurze Zeit die Illusion eines Weltfriedens aufkommen lässt. Aber es wird nur die trügerische unheimliche Stille vor dem schlimmsten Sturm sein.

Das ist nicht das Letzte. Jesus wird wiederkommen, die vielen Völker und Nationen richten, und dann werden Schwerter zu Pflugscharen und Speere zu Winzermessern umgeschmiedet.8

Und wir?

Keiner von uns, lieber Leser, wird sich anmassen, den Weltfrieden herbeiführen zu können. Eines aber wünscht Gott für jedes von uns: Meinen Frieden gebe ich Euch! Wie ein anderer Liederdichter es sagt:

Frieden, dem Strom gleich! O Herr, kann es sein?
Segnungen wunderbar, warten sie Mein?
Frieden dem Strom gleich, wie Wellen im Meer!
Giess ihn hernieder ins Herz mir, o Herr!

Jakob Zopfi

 

1) 2.Kor.13,11; 2) Rö.14,17; 3) Mt.10,34; 4) Joh.14,27; 5) Jes.48,22; 6) Kol.1,20; 7) Apg 16,36; 8) Jes.2.

 

 

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