EIN WORT ZUM TAG




Weihnachtsinterview mit Jesus


Frage: Weihnachten! Die Christenheit feiert deine Geburt. Manche behaupten
es, andere widersprechen: Bist du Gottes Sohn?

Jesus: Zweitausend Jahre durch die biblischen Propheten vorausgesagt1, wurde
meine Geburt Maria durch den Engel Gabriel angekündigt, als "Sohn des
Höchsten und König in Ewig-keit"2. Ich bin Gottes Sohn.

König! Gerade königlich lautet der biblische Bericht nicht.

Gott schaffte das Universum aus dem Nichts. Auf das in den Augen der
Menschen Grosse und Mächtige ist mein Vater nicht angewiesen. Er sendet mich
von "des Vaters Brust"3 als Baby, damit ich als Mensch den Menschen begegnen
kann. Ich bin nicht nur Gottes Sohn, sondern auch Menschensohn.

Herberge ­ Stall ­ kleines Nest Bethlehem. Mit königlicher Herkunft schwer
vereinbar!

Wenn auch in Armut geboren, nennt mich die Heilige Schrift "König aller
Könige, Herr aller Herren"4. Ich bin zu allen Menschen gesandt. Zum Adel und
zu den Reichen. Aber genauso zu den Armen, Entrechteten, zu allen, die auf
der Schattenseite des Lebens sind. Darum mein Kommen "in Niedrigkeit"5.

Wozu bist du gekommen?

Der Apostel Petrus sagt am Pfingsttag: "Jesus, von Gott unter euch
ausgewiesen durch Taten und Wunder und Zeichen, die Gott durch ihn in eurer
Mitte getan hat."6 Die Schrift sagt auch: "Gott hat in diesen letzten Tagen
geredet durch den Sohn."7 Mein Lehren über die Ratschlüsse Gottes füllt
Dreifünftel der Evangelien.

Vor allem aber: Eva und Adam haben im Paradies inmitten der
überschwenglichen Güte Gottes das einzige Gebot, das er ihnen gab,
übertreten und sich zu Komplizen des Teufels gemacht. Diese Haltung ist zu
allen Menschen durchgedrungen. Den furchtbaren Riss zwischen Gott und dem
Menschen zu überbrücken, bin ich gekommen. Am Kreuz ist mein Blut vergossen
zur Vergebung der Sünden. Petrus nimmt meine erste Predigt auf: "Tut Busse
und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Verge-
bung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen
Geistes." 7 Darum heisst die Weihnachtsbotschaft: "Siehe, ich verkündige
euch grosse Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der
Retter geboren!"8

Grosse Freude ­ inmitten einer Welt voll von Not, Blut und Tränen?

Aus Liebe lässt Gott jedem Menschen zuerst seinen Willen. Auch wenn dies
Hass, Neid, Bosheit, Irrwege und all das Elend bringt. Aus Liebe hat mich
der Vater gesandt und kann ich verkünden: "Ich bin gekommen, dass sie Leben,
ja Leben im Überfluss haben."9 Darum jubelt "die Menge der himmlischen
Heerscharen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden!"10

Hören wir recht: Friede auf Erden?

Ja, richtig gehört. Aber mein Kommen stellt jeden Menschen in die
Entscheidung und scheidet, wie der Weihnachtsbericht auch sagt: "Dieser ist
gesetzt zum Fall und Aufstehen, zu einem Zeichen, dem widersprochen wird."11
Friede, der wunderbare göttliche SCHALOM, wird, wo die zwei Bedingungen
erfüllt sind: "Ehre sei Gott!" Mit Recht wird gesagt: "Keine Sünde, keine
geistliche Lust und Hurerei plagt uns so sehr als die Lust, wie Gott zu
sein!" Und: Friede nicht den Menschen "guten Willens", wie dies völlig
verdreht wird. Sondern Friede "...den Menschen, an denen Gott seine Lust
hat!"

Wird je Friede auf Erden sein?

Die Menschen werden in der jetzt angebrochenen Endzeit nie dagewesenen
blutigen Frevel anrichten. Advent bedeutet aber die Erwartung meiner Ankunft
in Macht und Herrlichkeit. Und in Gerechtigkeit. Es kommt das Jüngste
Gericht. Dann die Aufrichtung des Tausendjährigen Friedensreichs auf dieser
Erde. Endlich die Königsherrschaft "in Ewigkeit". Die, die mich erwarten,
singen das Weihnachtslied mit grosser Freude und Zuversicht:

Ehre sei Gott in der Höhe
und Friede auf Erden
und den Menschen
ein Wohlgefallen.

Kannst du das frohen Herzens mitsingen?

Jakob Zopfi


1 Lk 1,70; 2 Lk 1,32.33; 3 Joh 1,18; 4 1 Tim 6,15; 5 Lk 1,48; 6 Apg 2,22.38;
7 Hebr 1,2; 8 Lk 2,11; 9 Joh 10,10; 10 Lk 2,14; 11 Lk 2,34

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