EIN WORT ZUM TAG




Was kommt?!

Diese Grundfrage des Lebens kann man zeitweise verdrängen. Und natürlich gibt es erklärte Agnostiker und Atheisten. Wie einer von ihnen, Rudolf Augstein (SPIEGEL), sagt: «'Du sollst dir von Gott kein Bild machen' heisst in unserer Sprache: Du sollst nicht wissen können, wer du bist und was aus dir wird.» Nur, wenn er Gott schon in den Mund nimmt: Was wäre das für ein Ungeheuer, liesse es seine Geschöpfe so im Dunkel stehen!

Die Wirklichkeit ist völlig anders. Folgen wir einem der tausenden von Kapiteln des einen Buches, das allein Auskunft geben kann – Gott hat vielfach und auf vielerlei Weise geredet! 1 – dem 5. Kapitel der Offenbarung.

Das Buch mit 7 Siegeln
Der Apostel Johannes schaut und hört eine gewaltige Schau von dem, «was in Kürze geschehen soll.»2 Gott lässt ihn dies nicht für sich persönlich, sondern für jedermann schauen und befiehlt immer wieder: «Schreibe, schreibe, schreibe!» Das, was kommt, ist zusammengefasst in einem Buch, «innen und aussen beschrieben», versiegelt mit 7 Siegeln. – Es steht also nicht unerreichbar in den kalten Sternen, es ist Gott bis ans Ende der Menschheitsgeschichte bekannt – und mitgeteilt! Nur:

Wer tut das Buch auf?
Das ist die Frage: Wer knackt das Geheimnis? Ein «starker Engel» antwortet mit einem dreifachen «Niemand».

Niemand im Himmel. Wir können uns keine Vorstellung machen von der Majestät eines Engelfürsten, wie er uns hier dargestellt wird: «Mit einer Wolke bekleidet, Regenbogen auf seinem Haupt, Antlitz wie die Sonne, Füsse wie Feuersäulen, mit grosser Stimme wie ein Löwe brüllend.»3 Aber keines der noch so majestätischen Wesen in der Himmelswelt knackt das Buch.

Niemand auf Erden. Zur Jahreswende verkündet Elizabeth Teissier der Nation, was kommt. Natürlich trifft, wenn man seitenlang Voraussagen über Umwelt, Politik, Liebe, Geld etc. macht, einiges davon ein. Sie selbst errechnet ja Trefferquoten. Schwindel. Niemand auf Erden öffnet das Buch.

Niemand unter der Erde. Der Zürcher Pfarrer Willy Portmann, 84, kreist mit einem Helikopter über dem Katzensee und ruft vor laufenden ZDF-Kameras «sämtliche Teufel an, endlich aktiv zu werden.» Er fordere Teufel zum Duell. Nichts geschieht. Für ihn Beweis: Es gebe ihn nicht. Als ob der Teufel Interesse daran hätte, zu demonstrieren: «Hallo, Leute, mich gibt's also!» – «Unter der Erde» ist eine Realität. Aber keine finstere Macht der Unterwelt ist in der Lage, die Zukunft zu enthüllen.< face="Arial" size="2"> Das Weinen des Johannes. Gibt denn tatsächlich keiner eine Antwort?

77jährig stirbt der Clown Pio Nock mitten in seiner Darbietung in Dortmund. Um die blaue Urne stehen die Clownschuhe und die rote Mütze. Ein Bild geht durch die Presse: Der Sohn, links und rechts umrahmt von weinenden Töchtern: Ist das alles – gibt denn keiner eine Antwort?

Das Weinen des Apostels ist mehr als ein Weinen, es ist ein Schluchzen. Ein Bann liegt auf der Geschichte. Wozu all der Dampf und die Hitze, wozu all das Blut, der Schmerz und die Tränen? Welch ein sinnloser Kreislauf von Kampf und Ergebung, Leben und Sterben. Ein ewiger Wirrwarr von Phrasen und Enttäuschungen, Beten und Fluchen?

Einem ist's gegeben
Keine Rede davon, dass Gott «sternenkalt auf Hunger, Leid und Sterben herabblickt, die Schicksale der Menschen gleichmütig durch die Finger rieseln liesse» (Adolf Pohl). Er gibt seinem Sohn Macht, die Siegel zu brechen. Dieser Sohn wird uns dargestellt als Löwe aus Juda, als der angekündigte Wurzelspross Davids – mit zwei messianischen Titeln. Ausgestattet mit Allmacht, Allwissenheit in Verbund mit dem Heiligen Geist. Eine weitere Bezeichnung nimmt aber die Mitte ein: Das Lamm, das geschlachtet ist (vs 12). 28 Mal wird Christus in diesem Buch so genannt.

Über Wochen veröffentlichte der BLICK eine Serie «Wer war Jesus». Pro Thema kam jemand Prominenter zu Wort: «Mein Jesusbild». Für Papst Johannes Paul II. ist er die Liebe, für US-Autor Norman Mailer die Hoffnung, für den Bestellerautor Franz Alt «der erste neue Mann», für Dr. Rolf B. Trauffer, Sekretär der Schweizer Bischofskonferenz Bruder und Herr. – Es geht nicht um ein «Jesus-Bild», sondern um die Jesus-Wirklichkeit, und die hat im Zentrum: «Du bist würdig, zu nehmen das Buch und aufzutun seine Siegel; denn du bist geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen für Gott erkauft aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen».4 Was von keinem der Autoren zu lesen war.

Unbeschreiblicher Jubel< face="Arial">
Jesus Christus also hat das Buch in seiner Hand. Er ist es, der die Siegel öffnet. Die Offenbarung enthüllt, was geschehen wird. Wir wissen, was auf Europa und die Welt zukommt, wissen um einen Weltdespoten mit seiner Macht, wissen um Gerichte, die Himmel und Erde erschüttern werden. Wir wissen aber auch um Endsieg und Endverherrlichung. Vor allem wissen wir: Er hat das Buch, Er hat's! Und wenn Er kommt, sein Reich aufzurichten, werden ihn alle Augen sehen, im Himmel, auf Erden und unter der Erde.

Da darf Johannes selber in die Zukunft schauen und erlebt einen mächtigen Jubel, der schwer zu beschreiben ist. Es ist die Rede von Kraft, Reichtum, Stärke und Ehre, die dem «Lamm» verliehen wird. Es ist die Rede von einem Riesenheer von Engeln, die mit grosser Stimme unter Blitz und Donner anbeten. Die Willkür der Mächtigen ist zu Ende. Es regiert das Lamm. Und «jedes Geschöpf» wird Ihm die Ehre geben. «Im Himmel», das verwundert uns nicht. Aber auch jedes Geschöpf auf Erden! Und was erstaunen mag, auch «unter der Erde» – also selbst im Totenreich wird jedes Geschöpf Ihn ehren.

Das Kapitel schliesst: «von Ewigkeit zu Ewigkeit»! Der Autor der BLICK-Serie wundert sich: «Mit diesem positiven Echo haben wir nicht gerechnet. Drei von vier Schweizern glauben an Gott.» Wirklich? Haben sie denn auch eine Ahnung von dem, der ihr und der Welten Geschick in Händen hat? Oder müssten sie vielmehr die Frage beantworten, die der Zürcher Theater-Regisseur Federico Emanuel Pfaffen stellt:«Wir pflegen unsere Haare täglich, warum unsere Herzen nicht?»

 

1) Hebr. 1,1; 2) Offenb.1,1; 3) Offenb. 10,1-3; 4) Offenb. 5,12.  

 

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