EIN WORT ZUM TAG




Was Ostern bedeutet !

So steht's geschrieben, dass Christus leiden wird und auferstehen von den Toten am dritten Tage;
und dass gepredigt wird in seinem Namen Busse zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern.
Ihr aber sollt mit Kraft aus der Höhe ausgerüstet werden. Lukas 24,46-49

Eine Oster-Fernsehsendung trug den Titel: "Christus lebt , die Hasen sterben aus." Für viele scheint das Gegenteil der Fall zu sein. Kabelte ein Japaner, der das Osterfest hier unter Christen erlebte, nach Hause: "Hier ist gerade das Fest der Hasen und Hühner!" Ist es nicht auch eine Zumutung an unseren Verstand, dass Christus, bar unserer alltäglichen Erfahrung, tot gewesen sein soll und wieder lebendig wurde? Auferstanden??

So steht's geschrieben!
Orientieren wir uns an der Bibel, finden wir das Thema Sterben und Tod: 
So steht's geschrieben, vom zweiten- bis zum zweitletzten Kapitel.2) 
Eine lange, lange Liste von Aussagen. Aber auch von der Auferstehung bezeugt unser Text: "So steht's geschrieben". Hiob, das älteste Bibelbuch, mindestens 1500 Jahre vor Christus: "Ich weiss, dass mein Erlöser lebt; und als letzter wird er sich Über dem Staub erheben."3)   David, 1000 Jahre v.Chr.: "Du wirst mich nicht dem Tode überlassen und nicht zugeben, dass dein Heiliger verwese."4 Jesaja, 700 Jahre v.Chr.: "Die Toten werden lebendig, die Leichen wieder auferstehen."5) Und Daniel, 600 Jahre v.Chr.: "Und viele, die im Staub der Erde schlafen, werden aufwachen: die einen zu ewigem Leben und die anderen zur ewigen Schande."6)
Und dann kommt Jesus!
Alle vier Evangelien schildern nicht nur minutiös sein Leben und Sterben, sondern auch seine Auferstehung: Ein Engel kommt wie ein Blitz vom Himmel, rollt den Grabstein weg, die Erde bebt. Wachen stürzen vor Schreck wie tot zu Boden. Ein Engel im schneeweissen Gewand sagt den entsetzten Frauen: "Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier, er ist auferstanden!"7) Es folgen eine ganze Reihe von Begegnungen mit dem Auferstandenen zwischen Ostern und Himmelfahrt, die Paulus zusammenfasst: mit Kephas, mit den Zwölfen, mit 500 Männern, dann mit Jakobus, nochmals mit allen Aposteln - und zuletzt mit Paulus selbst.8
So also steht's geschrieben!


Leben aus dem Tod
Dass der Tod nicht das Letzte ist, ist eine zentrale Botschaft der Bibel. Leben aus dem Tod ist geradezu ein göttliches Prinzip:
- Abraham und Sara wird Isaak geboren, obwohl ihre Leiber schon erstorben sind.9)
- Isaak wird Abraham geschenkt, obwohl er bereits als Opfer auf dem Altar gebunden ist.10)
- Israel zieht aus der Todesnacht aus Ägypten.11)
- Israel steigt aus den Todesfluten des Schilf-meers, in denen die ägyptische Armee ertrinkt.12)
- Jona kommt aus dem Fisch zum Leben.13)
- Elia und Elisa erwecken die toten Jünglinge und geben sie ihren Müttern zurück mit der Botschaft: "Siehe, dieser dein Sohn lebt!"14)
Wie sollte es Gott da unmöglich sein, seinen einzigen Sohn zum Leben zu erwecken? Paulus bezugt: "Gott aber hat ihn von den Toten auferweckt!"15) So wird das grösste Glaubensärgernis zur grössten Glaubensgewissheit: Jesus ist wahrhaftig auferstanden! Und damit ist die Frohe Botschaft garantiert.

Die Sofortfolgen
1. Vergebung der Sünden: Es gibt keine wichtigere Botschaft auf der ganzen Erde als die: Durch die Sünde kam der Tod über die ganze Kreatur. Jesus musste leiden und auferstehen zur Vergebung unserer Sünden. Vergebung ist die Erfüllung des Traumes eines Kindes, dass etwas Zerbrochenes durch ein Wunder wieder ganz wird. Dass etwas, was besudelt ist, wieder rein wird. Oswald Chambers sagt: Sage nie, Vergebung beruhe auf der Liebe des Vaters. Das ist viel zu schwach. Das einzige Fundament unserer Vergebung ist das Kreuz Jesu Christi.
2. Die Taufe im Heiligen Geist. Noch im Mittelalter gab es in Kirchen ein Pfingstloch, durch das man als Symbol des Heiligen Geistes eine hölzerne Taube über der versammelten Gemeinde schweben liess. Holztauben brauchen wir nicht. Aber Empfang und Ausgiessung der Kraft Gottes als persönliches Pfingsten. Dazu sagte Lewi Pethrus, ein Pionier der grossen schwedischen Pfingstbewegung: Ganz gleich, was mit dem Christentum noch geschieht, egal, welche Erweckungen oder geistliche Bewegungen noch kommen mögen, wenn die Wahrheit der Taufe im Heiligen Geist beiseite gesetzt wird, kann keine Erweckung das Ziel erreichen, das sie nach Gottes Willen erreichen soll.
3. Das Ostergelächter. Wen wundert's, dass nach der Auferstehung "grosse Freude" unter den Jüngern ausbrach! Wo Leben aus dem Tod wird, bricht Jubel auf. Oder haben etwa Abraham und Sara getrauert, wie ihnen Isaak geboren wird? Die Frauen gejammert, wie sie ihre toten Söhne zurückbekommen? Klagt Israel, wie sie den Todesfluten entrinnen? Jona gemeckert, wie er mit neu geschenktem Leben an Land kommt? Nie und nimmer! So kennt die Kirche noch bis in die Reformationszeit das "Ostergelächter". Nach der frohen Botschaft von der Auferstehung wird der Teufel an Ostern durch die Gemeinde regelrecht ausgelacht, weil er von Christus besiegt worden ist.

Ewigkeits-Wirkung
Theo Lehmann erlebt in einem Gottesdienst nordamerikanischer Schwarzer, wie sie singen:
Du starbst für mich, Herr Jesus,
Du starbst für mich auf Golgatha, Herr Jesus.
Eines Tages werde ich meine strahlende Krone bekommen, Herr Jesus!
Da bricht schallendes Lachen aus. Lachen mitten im Gottesdienst? Ist das nicht frivol? Nein! Sollte es denn ein froheres Lachen geben, als wenn man weiss: Jesus war der Erstling , Er ist der Garant unserer Auferstehung!16


Sagt es allen Menschen!
Gepredigt, geheroldet unter allen Völkern! Alle Menschen müssen es hören: Es gibt Leben aus dem Tod! Es ist ein Ruf zur Busse, denn alle Menschen werden auferstehen, zum ewigen Leben oder zum ewigen Verderben. Ein Ruf, wie ihn Martin Luther schildert:
Evangelium heisset nichts anderes, als ein Geschrei von der Gnade und Barmherzigkeit Gottes, durch den Herrn Jesum Christum mit seinem Tode verdienet und erworben. Es ist eine Stimme, die da in die ganze Welt erschallet und öffentlich wird ausgeschrien, dass man's überall höret.


Jakob Zopfi


1) 1. Mo 2,17; 2) Offenb 21; 3) Hiob 19,25; 4) Ps 16,10; 5) Jes 26,19; 6) Dan 12,2; 7) Mt 28,1-10; Mk 16,1-8; Lk 24,1-12; Joh 20,1-10; 8) 1. Kor 15,1-11; 9) 1. Mo.1-7; 10) 1. Mo 22; 11) 2. Mo. 12; 12) 2. Mo. 14; 13) Jona 2,1-10; 14) 2. Kš 4,34; 13,20.21; 15) Apg 13,30; 16) 1. Kor 15,23.

 

 

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