Gebet der Gemeinde

...wenn die Gemeinde betet

"Das Gebet lebt.
Die Schweizerinnen und Schweizer falten regelmässig ihre Hände zum Gebet!" Findet FACTS.
...wenn die Gemeinde betet

"Das Gebet lebt.
Die Schweizerinnen und Schweizer falten regelmässig ihre Hände zum Gebet!" Findet FACTS. Selbst die Schweizer Nationalmannschaften knurren's: "Betet, freie Schweizer, betet!" Täglich kann man Gebete aus einer Milliarde Mohammedaner beobachten. Wenn der Papst nach Assisi ruft, kommen Imane, Rabbiner, Sikhs, Buddhisten, Voodoo-Anhänger zum Gebet - das Kreuz ist allerdings von den Wänden entfernt. Rund um den Globus wird also gebetet.

Die Rede ist hier vom Gebet der Gemeinde Jesu. Dieses Gebet setzt das Verständnis für die Gemeinde voraus. Dazu drei Bemerkungen:

Das Gebet der Gemeinde beachtet das AT-Vorbild. Der Gottesdienst war, einzig in der ganzen Weltgeschichte, von Gott selbst angeordnet. Einheit und Ordnungen wurden von Gott unerbittlich eingefordert.

Das Gebet der Gemeinde ist in die biblische Ordnung eingebettet: "Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und Gebet."

Das Gebet der Gemeinde muss apostolisch sein. Das Ernstnehmen der Apostolizität ist Voraussetzung zur vollmächtigen Gemeinde und ihres Gebets. Ihre Missachtung Ursache von viel Konfusion und Kraftlosigkeit.

Was soll es nun?

Wenn die Gemeinde betet...
...fällt und wirkt der Heilige Geist. Es gilt heute, was die erste Gemeinde erlebte: "...und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist." Und "Als sie gebetet hatten, erbebte die Stätte, und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt." Schluss mit Gebetsmangel, -müdigkeit, -freudlosigkeit. Schluss mit langen, korrekten, ermüdenden, langweiligen Gebeten. Schluss mit musealen Gebetsatmosphären, Schleusen auf für den Heiligen Geist!

...geschehen bevollmächtigte Berufungen. Nicolas Hayek sagt: "Wir haben zu viel Vertrauen in die MBA-Diplome der grossen Universitäten gesetzt. Wenn Sie einen Esel an eine Salzburger Musikschule schicken, wird aus ihm niemals ein Mozart. Und ebenso wenig wird aus einem Kamel, das Business-Kurse in Havard besucht, ein Unternehmer." Ausbildung genügt für die höchsten Berufungen nicht. Sie werden geboren am Feuer des Gebetsaltaltars: "Als sie dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: 'Sondert mir aus Barnabas und Saulus zu dem Werk, zu dem ich sie berufen habe.'"

...wird die Verkündigung bevollmächtigt. - Schimmernde Augen, mitreissende Gesten, wohltönende Stimme, das mag das eine sein. Was tote, kranke, hungrige Seelen brauchen, ist viel mehr. Das Eigentliche, das zur Verkündigung tüchtig macht, kommt erbetet von Gott. So betete die Gemeinde: "Herr, gib deinen Knechten mit aller Freimut zu reden dein Wort; strecke deine Hand aus, dass Heilungen und Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus."

...erleidet der Teufel Niederlagen. Weil weder Jesus noch die Apostel das Evangelium "präevangelistisch" verwässerten und verpanschten, war die Hölle los. Geisselhiebe, Stöcke, Steine, Marter, Spott, Fesseln, Sägen, Feuer ernteten sie von der Wut der Feinde des Evangeliums. Aber "die Gemeinde betete ohne Aufhören", Bollwerke des Teufels wurden zerstört und die Gemeinde aufgebaut.

...wird die Fürbitte wirkungsvoll. Für diejenigen, die im Feuer der Evangeliumsfront in der Heimat und in der Ferne stehen, für die mancherlei Leitungen in der Gemeinde, für die Angefochtenen bis zu den Alten, Kranken. Nicht als Fussnote, nicht als Anhängsel, sondern "helft kämpfen durch Gebete, allezeit, beharrlich mit Bitten und Flehen" ermahnt Paulus die Gemeinden. Oder Martin Luther: "Bittet, rufet, schreiet, suchet, klopfet, poltert!" Da bewegt sich Gottes Arm! Da geschieht ganzheitliche Heilung: "Ist jemand krank, der rufe zu sich die Ältesten...Und das Gebet des Glaubens wird helfen, aufrichten, vergeben."

...werden Gaben des Geistes offenbar: Wer im privaten Kämmerlein sein Instrument spielt, erbaut sich selbst. Die Gemeinde aber ist ein machtvolles Orchester, in dem jedes mitwirkt. Da werden die Gaben des Geistes geschenkt, gefördert, diszipliniert als "Waffen des Lichts und der Gerechtigkeit". Zum "Kampfstreit, Fechten und Ritterspiel, dass wir dem Teufel viel Leute abschlagen und aus seinem Rachen reissen."

...geschieht Anbetung und Segnung. Die erste Gemeinde erhebt ein Chor von Stimmen zum Lobpreis mit Frohlocken in den Gottesdiensten: "Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm sei Lob und Ehre und Preis und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit!" So soll Anbetung heute sein, oft inspiriert von Anbetungsteams -wenn sie denn dazu das Charima haben- , dass es rauscht und schallt "wie die Stimme grosser Wasser und die Stimme starker Donner". Und erfährt in der Gegenwart Gottes die tiefste Segnung: Gesegnet, um ein Segen zu sein: "Und es geschah, als er sie segnete, beteten sie ihn an mit grosser Freude und priesen Gott allezeit!"