PEC 2003

EUROPA STEH AUF!


Wie kann das nur passieren, dass für manche Gläubige Konferenzen der Pfingstbewegung nicht eine Sache aller ist, also für jeden, der einen Löffel tragen kann?
EUROPA STEH AUF!


Wie kann das nur passieren, dass für manche Gläubige Konferenzen der Pfingstbewegung nicht eine Sache aller ist, also für jeden, der einen Löffel tragen kann?

Völlig undenkbar, was aus dem Volk Israel geworden wäre, hätte Gott es nicht mit grosser Autorität unter Führerschaft des Volkes zusammengerufen. Dreimal im Jahr war es verpflichtet, sich in Jerusalem zu versammeln. Zehntausende machten sich auf den beschwerlichen Weg, um sich für die drei Wallfahrtsfeste Passa, Pfingsten und Laubhüttenfest in Jerusalem zu sammeln. Ausdruck der inneren Geschlossenheit, wohl beachtet von den umliegenden Nationen.

Völlig undenkbar, was aus der Pfingsterweckung geworden wäre, hätten die von Gott gesetzten Männer der ersten Stunde die Bedeutung der gemeinsamen Konferenzen nicht erkannt. Ihnen allen kam der Ruf des Herrn ins Herz, gemeinsam nicht nur auf-, sondern auch zusammenzustehen. Sie sollten eine entscheidende Bedeutung zur Geschlossenheit nach innen und zur Proklamation nach aussen. Ich sass neben Dr. Ray Hughes, dem Präses der WPC, als er feststellte: "Man mag über diese Konferenzen sagen, was man will. Ohne sie wären wir ein verrufener Haufe mit dem Geruch einer Sekte." Ich sass neben David Cho, als er eindringlich plädierte: "Stünden die Pfingstler der ganzen Welt mehr zusammen, wäre der Ruf von 300 Millionen für die ganze Welt unüberhörbar!"

Und ich sass 1969 im kleinen Cafézelt an der Nyhemkonferenz, als Lewi Pethrus eine Handvoll Männer zusammenrief, um geradezu herrisch eine Europakonferenz zu verlangen. Es gab durch die Jahrzehnte viele nationale und internationale Konferenzen, die die nationalen und weltweite Bewegungen innerlich einten und ebenso von aussen wahrgenommen wurden. Nun aber hiess es: Europa, steh auf! Was in der damals werdenden EU heute 450 Millionen Menschen zusammenfasst -und schon winkt die Türkei mit weiteren 70 Millionen-, ist moralisch, ökonomisch -Euro!-, und militärisch zur Grossmacht Euroland geworden.- Im Konferenzzelt in den schwedischen Wäldern um Nyhem erging nun der Ruf an die Pfingstbewegung: Steh auf!

Als "chairman" konnte ich bei all den nun dreijährlich folgenden Konferenzen dabei sein: Bern, Hedmarktoppen, Den Haag, Heslinki, Stuttgart/Böblingen, Lissabon, Jönköping, Frydek-Mistek. Mit einer Fülle tiefer geistlicher Eindrücke von jeder Konferenz. Welch ein Vorrecht, die ersten Männer und Frauen der Pfingstbewegungen Europas in ihrem vom heiligen Geist inspirierten Dienen zu erleben. Von der Öffentlichkeit weniger beachtet und doch so ungemein wichtig schweisste sich aus loser Gemeinschaft leitender Brüder ein festgefügtes Komitee, dem praktisch alle Leiter nationaler Pfingstbewegungen Europas angehören. In grosser Einheit ist man hier vereint, um gemeinsam am Puls Gottes und der heutigen Zeit zu sein.

Am tiefsten beeindruckte mich immer die Konferenzgemeinde. Da kamen sie aus dem hohen Norden, kantig in Gesicht und Geist, über die besonnen Deutschen und den emotionaleren Franzosen und der Beneluxländern bis hin zu den heissblütigeren Portugiesen und Italienern. Und in Jönköping zum ersten Mal nach dem Fall der Mauer ganze Kontingente in dunkeln Kleidern aus dem Osten. Welch ein herrliches Bukett vieler Farben. Kompetente Lehre, herausfordernder Evangelisation, mitreissenden Chöre mit Spitzensolisten - ein heller Bach des Heiligen Geistes. Und dies nicht nur im Grossen. Manchmal war es ein armseliges Chörlein aus einer unkultivierten Ecke, aber getauft im Heiligen Geist, und der Segen des gegenwäritgen Herrn bewirkte bei vielen Tränen. Über allem aber das Zusammensein, das Empfinden: Der Heilige Geist ist da!, im Lobe Gottes von Tausenden wird bewusst: "In der Menge des Volkes besteht die Herrlichkeit des Königs!"

Ich war dabei, als die gesamte Mannschaft der Leitenden einmütig erkannte, dass Ingolf Ellssel vom Herrn als Präses gesetzt ist. In seiner Initiative, mit den nationalen Brüdern die PEC nach der Hauptstadt Deutschlands zu rufen, sahen wir eine Führung des Geistes. Die gesamte Leiterschaft ruft: "Europa steh auf. Auf nach Berlin!" Da heisst es: "Gehorcht euren Führern und folget ihnen!" Aber noch mehr: Es wird eine wichtige und herrliche Begegnung der Pfingstbewegung mit ihrem Herrn Jesus Christus werden. Für einmal wird's stimmen: Berlin ist diese Reise wert!