Das antichristliche Weltreich und das Comeback Europas

Die biblische Prophetie gipfelt im Blick auf die Menschheitsgeschichte in
den dramatischen Ereignissen eines antichristlichen Weltreiches, das vom
Antichristen beherrscht sein wird. Das Zentrum dieses letzten Reiches vor
der Wiederkunft Jesu wird aus dem wiedererstehenden Römischen Reich sein.
Die heutige Entwicklung zu diesem Reich hin ist atemberaubend.
DAS ANTICHRISTLICHE WELTREICH UND DAS COMEBACK EUROPAS
Die biblische Prophetie gipfelt im Blick auf die Menschheitsgeschichte in
den dramatischen Ereignissen eines antichristlichen Weltreiches, das vom
Antichristen beherrscht sein wird. Das Zentrum dieses letzten Reiches vor
der Wiederkunft Jesu wird aus dem wiedererstehenden Römischen Reich sein.
Die heutige Entwicklung zu diesem Reich hin ist atemberaubend.

DAS ANTICHRISTLICHE REICH IN DER BIBLISCHEN PROPHETIE
Das endzeitliche Weltreich - biblisch begründet
Bei Daniel sind es vor allem das Kapitel zwei mit dem Grossen Standbild, und
Kapitel sieben mit vier Bestien, die einen völkergeschichtlichen Überblick
seiner Zeit bis über unsere Tage hinaus geben - siehe Legende. Nach den
Weltreichen Babylonien, Medo-Persien und Griechenland bedeuten die Schenkel
des Standbildes das Römische Weltreich. Genauso wie die vierte Bestie. Das
römische Westreich endete 476 n.Chr., das Ostreich zerfiel 1453 n.Chr. Die
Füsse mit zehn Zehen und die vierte Bestie werden im kommenden letzten
Weltreich erfüllt, einem Zehnstaatenbund, der aus dem Römischen Weltreich
erwächst.

Das endzeitliche Weltreich - sein Zeitraum
Selbst den Zeitrahmen dieses Reiches gibt die biblische Prophetie bekannt.
Daniel umschreibt ihn mit einztigartiger Exaktheit mit den "siebzig
Jahrwochen" ( Kap 9,24-27). Eine Jahrwoche sind sieben Jahre. Das zeitliche
Panorama beginnt im Jahr 444 v.Chr. mit dem Erlass des Arthasasta, den
nachexilischen Tempel wieder aufzubauen. Dies dauerte sieben Jahrwochen (49
Jahre). Nach weiteren 62 Jahrwochen (434 Jahre) ist die Ausrottung eines
Gesalbten (Messias) angezeigt. Dies fällt genau in den Dienst und das
Sterben Jesu. Noch aber bleibt die 70. Jahrwoche. Diese werden im
antichristlichen Weltreich erfüllt werden. Die zeitlichen Angaben finden
wir auch in Offenb 11,2.3.

Das endzeitliche Weltreich - Regiment und Charakter
Das endzeitliche antichristliche Weltreich wird von der widergöttlichen
Dreieinigkeit Satan, Antichrist und falschem Propheten in der letzten
Weltdiktatur für dreieinhalb Jahre beherrscht (Offb 13). Es wird ein
Weltreich sein, das Dan 7,7 als einer Bestie beschreibt, die furchtbar,
schrecklich und sehr stark sein wird. Im Antichristen kulminieren
Widergötltlichkeit, Bosheit und Grausamkeit, wie dies schon in seinen
biblischen Bezeichnungen ersichtlich ist wie z.B. in 2 Thes 2,1-12: Mensch
der Bosheit, Sohn des Verderbens, Widersacher, der Böse.

Das endzeitliche Weltreich - Was geschieht?
Die ersten dreieinhalb Jahren beginnen mit weltweitem Frieden und
Prosperität. Das Weltreich wird zur politischen, militärischen und
religiösen Weltmacht, verführt von "Zeichen und Wundern mit jeglicher
Verführung" des Antichristen und Falschen Propheten (2 Thes 2,9) Mit nie
dagewesenem Hass wird Gott und alles Göttliche verlästert, während sich der
Antichrist selber als Gott ausgibt. Die Masse wird das antichristliche
Zeichen an Stirn oder Hand annehmen und die widergöttliche Trinität anbeten.
Wer das nicht tut, erleidet tödliche Verfolgung (Offb 13,14.15; Dan 7,24).
In den zweiten dreieinhalb Jahren werden in den Posaunen-, Siegel- und
Zornschalengerichten nie dagewesene Gerichte über unsere Erde flammen, in
der zwei Drittel der Menschheit umkommen. Dies führt schliesslich zur
Schlacht von Harmagedon (Offb 16,14).

Das endzeitliche Weltreich - Wie es endet
Bei allem ist Gott auf dem Thron! Dem Antichristen und Falschen Propheten
sind "Zeit und Stunde" souverän bestimmt (Dan 7,12). Daniel, Johannes und
Paulus berichten es: Christus kommt wieder in Macht und Herrlichkei! Das
antichristliche Reich wird wie durch einen Stein zermalmt und ganz und gar
vernichtet (Dan 2,34; 7,26). Den Antichristen wird "der Herr Jesus umbringen
mit dem Hauch seines Mundes und wir ihm ein Ende machen durch seine
Erscheinung, wenn er kommt" (2 Thes 2,8). Die Bestie wird "ergriffen mit dem
falschen Propheten und lebendig in den feurigen Pfuhl geworfen" (Offb
19,20).

DAS ATEMBERAUBENDE COMEBACK EUROPAS
Das bevorstehende endzeitliche Reich wird aus dem römischen Weltreich
hervorgehen. Ist es nicht offensichtlich, dass im Werden Europas (EU!) der
Kern dieses Reiches erkennbar wird, auch wenn es durchaus nicht präzise den
damaligen Grenzen entsprechen muss. Dieses Reich wird schliesslich die ganze
Welt beherrschen.

Die Verrücktheit der Väter
Als Zeitgenossen entsteht dieses Europa, gegen eine Wand von Kleinmut,
Zweifel, Befürchtungen und Desinteresse vor unseren Augen. Es brauchte dazu
schon die "Verrücktheit der Väter" (Silvio Bernasconi). So die berühmte Rede
Winston Churchills, mit der er 1946 in Zürich verkündigte: "Lasst Europa
aufstehen! Wir müssen eine Art Vereinigte Staaten von Europa schaffen." Dazu
eine ganzen Galerie von Visionären: Marshall, Schuman, De Gasperi, Monnet,
De Gaulle, Adenauer u.a.. Dabei wissen wir: Sie sind Figuren auf dem
Schachbrett, bei dem ein anderer Regie führt, der vor hunderten von Jahren
schon sagte: "Ich habe vorzeiten verkündigt, ich habe es sagen lassen. Ich
tat es plötzlich, und es kam" (Jes 48,3).

Und es kam - plötzlich
Nur ein paar Marksteine der vergangenen fünfzig Jahre: 1949 Europarat, 1957
Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), 1958 Europäisches Parlament, 1993
Maastricht, Gründung der EU (Europäischen Union). Wie eine Lawine das
Wachstum an Ländern: 1952 die Sechs: BRD, Frankreich, Italien, Belgien,
Luxemburg, Niederlande. 1973 die Neun: plus Grossbritannien, Irland,
Dänemark. 1981 die Zehn: plus Griechenland. 1986 die Zwölf: plus Spanien und
Portugal (ehemalige DDR nach Fall der Mauer 9.11.89 integriert). 1995 die
Fünfzehn: plus Österreich, Finnland, Schweden. 2004 die Fünfundzwanzig: plus
Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien,
Ungarn, Zypern.

Europa - eine Grossmacht
Grossmacht als Bevölkerung. Aus der Asche des Zweiten Weltkrieges ist eine
Grossmacht entstanden. Günter Verheugen -Mister Europa-, spricht "von einem
neuen Zeitalter". Es sind jetzt 450 Millionen EU-BürgerInnen, 170 Millionen
mehr als es US-BürgerInnen gibt. Dabei klopfen weitere Kandidaten an die
Tür: Bulgarien mit acht, Rumänien mit 22,5 - und Verhandlungen mit der
Türkei mit 70 Millionen.

Grossmacht militärisch. Auch die NATO, der bewaffnete Arm der EU,
expandiert. Am 2. April 2004 werden zu den 19 Mitgliedstaaten in einer
feierlichen Flaggen-Zeremonie sieben weitere Länder aufgenommen. Auch hier
tönt es: "Epochale Bedeutung!! Europa tut einen grossen Schritt auf dem Weg
zur Einheit." (NZZ)

Grossmacht wirtschaftlich: Am 1.1.1999 knallen die Sektpfropfen zur
Einführung des Euros. Mit 9200 Milliarden € wird das Bruttoinlandprodukt
fast so gross wie das der USA. Euroland, die neue Geldmacht.

Ein endzeitlicher Riese hat sein Haupt erhoben. Das "Aufblühen der Alten
Welt" zeigt dabei faszinierende Farben. Das reiche Kulturerbe von 25
Nationen, das Fallen von Mauern -von der Mauerbauer bis zu den Zöllen-, der
neue Impuls für die Armenhäuser Europas, das Ringen, der Aufbruch und die
Begeisterung zur Einheit, ist elektrisierend, auch für andere Kontinente wie
Lateinamerika, Asien und Afrika.

Aber es überwiegen - prophetisch angezeigt- die dunkeln Seiten. Man denke an
Stichworte wie Kriminalität, Prostitution, Drogen, Schlepper-Banden. Vor
allem aber:

Europa - mit antichristlichem Geist dem antichristlichen Reich entgegen
Um zu illustrieren, muss man nicht weit zurückgehen. Ein Rückblick auf die
vergangenen Monate genügt:

EU-Parlament: Am 29.10.04 unterzeichnen die 25 Mitgliedstaaten den
EU-Verfassungsvertrag. In einer Redeschlacht hatten linke, grüne und
liberale Politiker durchgesetzt, dass "Gott" nicht erwähnt werden darf.
Titelt DIE WELT: "Gottloses Europa".

Gefeiert wird der erzwungene Rücktritt des Ethik-Professors Rocco
Buttiglione als EU-Kommissar. Begründung: Fundamentalist, schwulenfeindlich.
Sein Kommentar: "Wer an Gott glaubt, wer christliche Werte verteidigt, gilt
als inkompetent. Antichristliche Kräfte sind heute stärker denn je."

Volk und Medien: Die Wiederwahl George W. Bush's löst in Europa Katzenjammer
aus. Zuerst: "Bush muss weg!" Dann: "Sind 62 Millionen Amis einfach blöd?"
Auch der Londoner Daily Mirror ist entsetzt: "Wie können 59 054 087 Menschen
so DUMM sein?" Die Irakpolitik allein erklärt das nicht. Gehasst wird ein
Mann, der sich öffentlich zu Christus bekennt, Abtreibung und Homosexualität
ablehnt und einen Justizminister hält, der bezeugt: "Jesus Christus ist
unser einziger König."

Israel: Trotz des Holocausts am jüdischen Volk auf europäischem Boden ist
die EU eine profilierte Stimme im antiisraelischen Hexenkessel der UNO, und
produziert laufend Verurteilungen Israels, ohne den arabischen Terror kaum
je zu erwähnen. Europa ist präpariert, wenn der Aufmarsch gegen Jerusalem
erfolgt.

EU und Rom: Auch wenn Staaten wie Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark
praktisch ganz und Deutschland zu einem Drittel evangelisch geprägt sind,
ist die röm.-katholische Dominanz überwältigend. Ebenso in den neuen "Zehn",
so dass man vom "katholischen Herzen Europas" spricht. Dazu kommt die
einzigartige Institution des Papsttums. Von Rom zu Rom: Die Gründung der EU
1957 (Römer Verträge) wie die Unterzeichnung der Verfassung 2004 geschehen
in der Siebenhügelstadt.

Europa - Zeichen der Zeit!
Das Comeback Europas als Weltmacht ist der Anmarsch zum kommenden
antichristlichen Weltreich. Wie nie zuvor rückt die Welt zusammen. Tsunami,
das Wasserbeben mit den verheerenden Folgen löst eine nie dagewesene globale
Hilfsaktion aus, dazu eine globale religiöse Andacht. Die Massenmedien
transportieren es: Die Menschheit denke global, sie leide global, sie bete
global. Da könne es nur eine Antwort geben: Eine planetarische, die Nothilfe
einer Weltregierung" (SPIEGEL). Nach Tsunami das Ende des Pontifikats
Johannes Paul II. Die weltweite Hysterie ist ein weiterer Vorbote auf das,
was im endzeitlichen Weltreich Wirklichkeit werden wird: "Und alle, die auf
Erden wohnen, beten die Bestie (den Antichristen) an!" (Offb 13,8)

Ist es noch schwer, die Zeichen der Zeit zu durchschauen? Das Volk Gottes
darf wissen: "Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und
erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht!" (Lk 21,28) Und: "So seid
allezeit wach und betet, dass ihr stark werdet, zu entfliehen diesem allen,
was geschehen soll, und zu stehen vor dem Menschensohn" (Lk 21,36). "Und der
Geist und die Braut sprechen: Komm! Amen, ja, komm Herr Jesus!" (Offb
22,17.20)