Einheit Pfingstbewegung – Evangelikale – Ökomene?

Durch die ganze Heilige Schrift ist es belegt, wie sehr Einheit ein Herzensanliegen Gottes ist. Sie kommt von Ewigkeit -Dreieinigkeit!-, sie ist geschaffen im Paradies -Adam, Eva-, sie ist ein hohes Mandat für das Volk Gottes des Alten und Neuen Bundes. Es ist das Mandat des Hohenpriesterlichen Gebets Jesu: "...damit sie alle eins seien" (Joh 17,11).
Durch die ganze Heilige Schrift ist es belegt, wie sehr Einheit ein Herzensanliegen Gottes ist. Sie kommt von Ewigkeit -Dreieinigkeit!-, sie ist geschaffen im Paradies -Adam, Eva-, sie ist ein hohes Mandat für das Volk Gottes des Alten und Neuen Bundes. Es ist das Mandat des Hohenpriesterlichen Gebets Jesu: "...damit sie alle eins seien" (Joh 17,11).

Wort und Geist werden immer an das hohe Mandat erinnern, wenn es um Einheit unter uns, innerhalb der Pfingstgemeinde und -bewegung geht. Das tut not! "Einheit unter Christen", da geht es um Einheit mit Evangelikalen, mit Landeskirchen, mit übergemeindlichen Organisationen, mit der Ökumene. Dies drängt sich vorerst vor Ort auf, dann aber auch national und international, wo der Ruf zur Einheit immer mächtiger wird.

Es kann keinen Index geben, wo wir uns zu beteiligen haben und wo nicht. Richtschnur, die uns vor ängstlicher Phobie -Berührungsängste!- einerseits und blauäugiger Einheitseuphorie andererseits schützt, kann nur die Heilige Schrift sein. Es geht nicht um Berührungspunkte, Austausch, Organisationsabsprachen, sondern vielmehr um die tiefere Einheit wie gottesdienstliche Gemeinschaft und Arbeit an gemeinsamen Projekten. Was Jesus unter Einheit versteht, wurde beim Geburtstag der Gemeinde klar stipuliert: "Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet" (Apg 2,42). Das sind die Grundsteine, auf denen allein echte Einheit gebaut ist:

1. Sie blieben in der Gemeinschaft. Die Heilige Schrift kennt keine Allerweltsgemeinschaft. Sie bezieht Gemeinschaft nie zuerst auf Versammlungen, Gesellschaften und Organisationen. Voraussetzung ist vielmehr die Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn, mit Christus, mit seinem Blut, die Gemeinschaft des Geistes mit dem Licht, das mit der Finsternis nichts zu tun hat.

2. Sie blieben in der Gemeinschaft. Wer denn? Es ist herrliches Angebot, aber auch klarer Tarif, wenn Petrus seine Pfingstpredigt mit den Worten kulminiert: "Tut Busse und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes" (Apg 2,38). Ohne Wiedergeburt kann es keine geistliche Einheit geben. So wenig wie es sie ohne Heiligen Geist geben kann. Sie, die als Urgemeinde diese Einheit bildeten, waren getauft im Heiligen Geist. Man mag das definieren wie man will, eine Ausgiessung war das allemal.

3. Sie blieben in der Lehre der Apostel. Gerne pickt man die Worte Jesu: "...damit sie alle eins seien" als süsse Einheitsrosinen heraus und verschweigt, worin Jesu diese Worte einbettet. Alle eins, "die durch ihr Wort an mich glauben" und "wie du, Vater, in mir bist und ich in dir." Wie Apostel und Gemeinde es verstanden haben, formuliert u.a. Paulus in aller Deutlichkeit: "Ein Leib, ein Geist, eine Hoffnung, ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller... (Eph 4,3-6). Es bedarf hier keiner Haarspalterei. Auch wenn wir mit der Schärfe des Pauluswortes keusch umgehen, muss doch auch denen gesagt sein, die Einheit pauschal über Lehre und Kirchen proklamieren: "Wenn jemand euch ein Evangelium predigt, anders als ihr es empfangen habt, der sei verflucht" (Gal 1,9).

4. Sie blieben im Brotbrechen. Wir vertreten nicht ein geschlossenes Abendmahl. Und doch muss klar und präsent sein: Das vergossene Blut und der gebrochene Leib Jesu sind grösstes Angebot der Gnade, aber auch grösste Herausforderung zu entschiedener Nachfolge. Die Vernebelung durch Sakramente kann nie darüber hinwegtäuschen: Gemeinschaft mit dem Vater, mit dem Sohn, mit dem Heil bedarf des Blutes unseres Meisters - billiger geht es nicht.

5. Sie blieben in den Gebeten: Die Gemeinde wurde im Gebet "im Geist und in der Wahrheit" geboren. Gemeinschaft und Mission wurden vom Gebet getragen - man lese Apg 4,23-31! Da fiel und wirkte der Heilige Geist, da geschah machtvolle Anbetung, da wurde Christus gegenwärtig. Wo überhaupt nicht, oder nur am Rande mal gebetet wird, kann es Geist-Gemeinschaft nicht geben. Der Heilige Geist ist kein enger Geist. Wir haben allezeit bereit zu sein "zur Verantwortung vor jedermann, der von uns Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in uns ist" (1 Pet 3,15). Einheitsschwärmerei kann sich schuldig machen "fremder Sünden." Im Blick auf die "Einheit unter Christen" kann gelten: Weit, aber nicht zu weit, eng, aber nicht zu eng. Solide bauen können wir nur auf dem festen Grund des Wortes Gottes.