JERUSALEM - DIE STADT GOTTES

Jerusalem - erwählt von Gott
Erwählt wie keine andere Stadt der Welt, zitiert aus vielen biblischen
Aussagen:
Salomo wusste: "...die Stadt, die du erwählt hast" (1Kö 8,44).
Jerusalem - erwählt von Gott
Erwählt wie keine andere Stadt der Welt, zitiert aus vielen biblischen
Aussagen:
Salomo wusste: "...die Stadt, die du erwählt hast" (1Kö 8,44).

Gott sagt David: "Seit der Zeit, da ich mein Volk aus Ägyptenland geführt habe, habe ich keine Stadt erwählt aus allen Stämmen Israels...aber Jerusalem habe ich erwählt, dass mein Name daselbst sei" (2 Chro 6,5.6).

"So spricht Gott der Herr: Das ist Jerusalem, das ich mitten unter die Heiden gesetzt habe und unter die Länder ringsumher!" (Hes 5,5)

"Und der Engel des Herrn sprach zu dem Satan: Der Herr schelte dich, du Satan! Ja, der Herr, der Jerusalem erwählt hat, schelte dich!" (Sach 3,2)

Die erste Erwähnung finden wir schon auf den ersten Blättern der Bibel.
Melchisedek, der König von Salem bringt Abraham als "Priester des höchsten Gottes" Brot und Wein (1Mo 14,18-20. Dieses Salem wird von Jebusitern erobert und Jerusalem -Stadt des Friedens- genannt. 400 Jahre später nimmt David Jerusalem ein, und macht sie 1004 v. Chr. zur Hauptstadt Israels (2 Sam 5,7; 1 Chr 11,4-9). Von Jos 10,1 bis Gal 4,25 ist Jeruschalayim 807 mal erwähnt. Sie wird zudem mit 70 weiteren Namen bezeichnet wie Zion, die Stadt Gottes, die Stadt des grossen Königs, die Stadt Davids, die Ewige Stadt.

Jerusalem - als Heilsgeschichte
Die Heilsgeschichte mit Israel konzentriert sich immer wieder in Jerusalem:

i) Jerusalem und das AT-Volk Gottes:
Auf dem Berg Morija ereignet sich die Opfergeschichte Abraham/Isaak (1 Mo 22,1-13).
In Jerusalem standen die Tempel als Zentrum des Gottesdienstes und der Feste Israels. Als erster der salomonische Tempel (1Kö 5-8), zerstört
587 v. Chr.
Als zweiter der Tempel Serubbabels, nach 140 Jahren wieder aufgebaut unter Nehemia (Esr1,2-4; 3,4-13; 6,1-22). Auch der kommende dritte Tempel wird in Jerusalem sein (Dan 9,27; Mt 24,15; 2Thes 2,4; Offb 11,1.2).

ii) Jerusalem und der Sohn Gottes:
Jesus wurde nicht dort geboren, aber dort rituell beschnitten. Als Zwölfjähriger ist er im Tempel: "Wusstet ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist?" (Lk 2,49) Dort predigt und heilt er. Dort wird er gekreuzigt und aufersteht. Hier erschallt der Missionsbefehl: "Ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde!" (Apg 1,8). Jerusalem ist "die Stadt des grossen Königs" (Mt 5,35).

iii) Jerusalem und die Gemeinde:
Mit der Ausgiessung des Heiligen Geistes wird die Gemeinde Jesu in Jerusalem geboren. 3 000 Menschen bekehren sich und bilden ihren Kern. Dort wächst sie
täglich: "Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden" (Apg 2,47). Hier werden ihre Grundfeste gelegt, der Lehre der Apostel, der Gemeinschaft, des Brotbrechens und des Gebets (Apg 2,42). Hier sterben die ersten Märtyrer Stephanus und Jakobus (Apg 7,57-60; 12,2). Von hier breitet sich das Evangelium aus. Hier findet das Apostelkonzil statt (Apg 15). Und hier wird er wiederkommen (Sach 14,4).

Die Gemeinde hat aber das irdische Jerusalem nie zu ihrem Zentrum gemacht, für sie gilt vielmehr "Jerusalem, das droben ist" (Gal 4,24.26). "Ihr seid gekommen zu dem Berg Zion... So lasset uns nun zu ihm vor das Lager hinausgehen und seine Schmach tragen. Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern wir suchen die zukünftige" (Hebr 12,22; 13,13.14).

Jerusalem - Gericht und Gnade
Bei aller Herrlichkeit der Erwählung hat Gott auch ernstes Gericht angesagt:
"Wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, nicht gehorchst, wird der Herr den Fluch, die Bestürzung und die Verwünschung gegen dich senden..." (5.
Mose 28,15ff) Und so kam es.

Im Alten Bund klagt Jesaja: "Wie ist zur Hure geworden die treue Stadt!"
(1,21) Hesekiel nennt sie "Stadt der Gräuel" (16,22). Jesus weint über sie:
"Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind... Euer Haus soll euch wüst gelassen werden - nicht ein Stein wird auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen wird" (Mt 23,37.38; 24,2) Genau so ist es gekommen. Da ist eine lange Reihe weltlicher Eroberer:
Sisak, Amazia, Sanherib -185 000 Tote-, Alexander, Antiochus Epiphanes -zum Hohn ein Schwein als Opfer auf dem Brandopferaltar-, Titus 70 n. Chr.
-"Nicht ich bin es, sondern die Götter!"-, Kaiser Hadrian -Jupitertempel auf Tempelplatz; Venustempel auf Golgatha-. Bei Ausgrabungen fanden Archäologen zwanzig Schuttschichten.

Und doch immer wieder aufgebaut: Jerusalem steht fest in Gottes Verheissungen!

Jerusalem - in unseren Tagen
Nach der Proklamation des Judenstaates am 15. Mai 1948 wird im Unabhängigkeitskrieg Jerusalem heiss umkämpft. Im Sechstagekrieg entreisst Moshe Dayan -auch Mose II genannt- Jordanien die Herrschaft über die Altstadt, das während 19 Jahren Synagogen zerstörte und schändete und keinem Juden erlaubte, die für sie heiligen Stätten zu betreten. Jetzt proklamiert der Fallschirmgeneral an der Klagemauer: "Wir sind gekommen zum Heiligsten unserer Heiligtümer, und wir werden von hier nicht mehr gehen." Am 30.6.80 erklärt das israelische Parlament Knesset Jerusalem zur ewigen, ungeteilten Hauptstadt Israels. Heute leben in Jerusalem 690 000 Einwohner.

Die UNO lehnt Jerusalem als Hauptstadt ab. In über 320 Resolutionen der Vollversammlung wie in 50 des Sicherheitsrates wird Israel einseitig verurteilt. Trotz des UNO-Auftritt Arafats mit Revolver an der Hüfte und dem Aufruf, Israel zu vernichten, trotz der El-Aksa-Intifada mit 120 Selbstmordanschlägen, 270 Bombenatacken und tausenden von toten und schwerverletzten Zivilisten.

Jerusalem - in der Endzeit
Diese hat schon begonnen. Bei allen Friedensplänen, Road Map, Genfer Initiative u.a., wird sich der Kampf um Land, Siedlungen, um das Rückkehrrecht einer halben Million Palästinenser, vor allem aber um Jerusalem zuspitzen. Wie die Bibel sagt: "Siehe, ich mache Jerusalem zur Taumelschale für alle Völker ringsum... für alle Völker zum Laststein, an dem sich alle, die ihn aufheben wollen, wundreissen werden" (Sach 12,2.3).
An kommenden Geschehnissen sind prophezeit:

- Israel anerkennt den Antichristen als Messias (Joh 5,43).
- Israel geht einen 7jährigen Bund mit dem Antichristen ein (Dan 9,27).
- In Jerusalem wird der dritte Tempel gebaut (Sach 1,16; Offb 11,1).
- Jerusalem wird zum Taumelbecher und Laststein für alle Völker (Sach 12,2.3).
- In Jerusalem setzt sich der Antichrtist in den Tempel, gibt sich mit Zeichen und Wundern der Lüge als Gott aus. Er richtet ein Bild im Tempel auf, dem Odem gegeben wird und das redet (Dan 9,27; 2 Thes 2,4; Offb 13,13-15).
- Jerusalem wird 42 Monate von den Nationen zertreten, nachdem der Antichrist den Bund gebrochen hat (Lk 21,24; Offb 11,1).
- In Jerusalem -hier Sodom und Ägypten genannt- wirken zwei Zeugen 42 Monate. Sie werden durch den Antichristen getötet, dann entrückt (Offb 11,3-12).
- Gegen Jerusalem richtet sich der Weltkrieg, zu dem sich alle Völker in Harmagedon sammeln. Jerusalem wird eingenommen, die Häuser geplündert, Frauen geschändet ( Jes 29,2-4; Sach 14,2; Offb 16,12-19; 19,19).
- Auf dem Ölberg bei Jerusalem wird Jesus wiederkommen und den Armeen des Antichrists ein Ende bereiten. Die Stadt wird sich durch ein Erdbeben in drei Teile spalten, 7000 Menschen werden getötet (Sach 14, Offb 11,13).
- Jerusalem wird während des Tausendjährigen Reiches als herrliche Stadt Mittelpunkt der Erde und Zentrum der Anbetung sein (Jes 2,2-4; Sach 2,10.11).
- Gegen Jerusalem marschieren am Ende des Milleniums nochmals die Armeen der Welt. Die Stadt wird noch ein letztes Mal eingenommen, doch beendet Gott durch sein Eingreifen die Schlacht (Offb 20,7-10).
- Dann geschieht das Weltgericht vor dem grossen weissen Thron (Offb
20,11-15).
- Die Ewigkeit beginnt.

Das neue, himmlische Jerusalem
"Gottes Ratschluss ist ein neues Jerusalem auf einer neuen Erde, bewohnt von neuen Menschen in einem neuen Universum" (Dave Hunt). Dies alles wird jetzt erfüllt. Und die heilige Stadt, vom Himmel kommend, wird uns in Offenb. 22 in Bildsprache -nach Menschenmass- geschildert: die Mauer aus Edelstein, 70 m hoch und 9 000 km lang, die zwölf Perlentore mit den Namen der Stämme Isrtaels, die Stadt 2 200 km hoch und einer Grundfläche von 4,8 Millionen km2, ein kristallnes Meer wie durchschimmerndes Gold. Vor allem: Der Grundstein sind die Apostel des Lammes (Offb 21,14), die Bewohner sind, die im Lebensbuch des Lammes (Offb 13,8) geschrieben sind. Der Lebensquell ist der Thron des Lammes (Offb 22,1). Die Leuchte ist das Lamm (Offb 21,23). Das Volk, das zusammenkommt, ist die Braut des Lammes (Offb 21,9). Der Tempel ist das Lamm Offb 21,22). Der Thron Gottes ist der des Lammes. Alles in dieser neuen Welt weist auf Jesus hin. Auf den Namen, der über alle Namen ist. Keine Tränen, kein Tod, kein Leid noch Geschrei noch Schmerz. Denn, der auf dem Thron sass, sprach: "Siehe, ich mache alles neu!" (Offb 21,5)

Wünscht Jerusalem Glück! Es möge wohl gehen denen, die dich lieben. Es
möge Frieden sein in deinen Mauern und Glück in deinen Palästen. ( Ps. 122,6.7)