Arafats endzeitliche Mission

Arafat - die Zielscheibe
1970 war es Hussein. Arafats Vision schloss Jordanien ein und sägte mit Revolutionsplänen am Thron des haschemitischen Königs. Bis dieser über Nacht zehntausend Palästinenser tötete. Nur nicht Arafat, der von Amman nach Beirut entkam.
Arafat - die Zielscheibe
1970 war es Hussein. Arafats Vision schloss Jordanien ein und sägte mit Revolutionsplänen am Thron des haschemitischen Königs. Bis dieser über Nacht zehntausend Palästinenser tötete. Nur nicht Arafat, der von Amman nach Beirut entkam.

1983 war es Isarael, das ihn im Libanonkrieg totbomben wollte. Beirut ging in Flammen auf. Arafat selber erzählt: "Wir sassen in einem Raum. Plötzlich befahl ich meinen Männern: Get out! Raus! - Warum?! - Get out!! - Warum!! - Ich weiss es nicht, aber: Get out! Wir verliessen ihn, nur wenig später fiel die Bombe, die uns alle getötet hätte." Es gelang nicht. Er entkam mit PLO-Terroristen nach Tunesien. Für Israel war er der Erzfeind. Schon Golda Meir, Ministerpräsidentin von 1969 - 1974, nannte ihn "Kriegsverbrecher". Und Ariel Scharon: "Arafat ist kein Feind, sondern ein Mörder. Der Mann, der seit dem Zweiten Weltkrieg am meisten Blut unschuldiger Juden an den Händen hat." In 35 Jahren suchten israelische Regierungen seine Elimination. Mossad-Agenten pirschten ihn mit aller Rafinesse nach. Es gelang nie. Die letzten zwei Jahre sass der kleine Mann mit seiner olivgrünen Uniform und Keffije -Palästinensertuch- in seinem zerstörten Hauptquartier in Ramallah, umgeben von israelischen Panzern. Noch im April dieses Jahres liess Scharon G.W.Bush wissen, er sähe sich nicht mehr gebunden, Arafat kein Leid anzutun. Doch dieser starb, betreut von besten Ärzten, in einem Spitalbett in Paris. Nachdem seine Mission beendigt war.

Arafats Mssion 1. Arafat machte das palästinensisches Volk zu einer selbstbewussten Nation: Nur eine "charismatische" Figur konnte aus dem Riesenhaufen von palästinensischen Parias ein Volk bilden. Das war Arafat. Der Mann, der des Feindes Supermacht mit Steinen und Bomben Paroli bot. Als er in Ramallah beerdigt wurde, brach das Volk alle Dämme. Was kommentiert wurde: "So wird nicht ein Präsdent, nicht ein Rias, so wird ein Volksheld beerdigt."

2. Arafat verlieh dem Volk die Vision vom eigenen Staat mit Jerusalem als Hauptstadt. Er wich von seinen Maximalforderungen nie ab und führte sein Volk zu den Toren eines eigenen Staates. An der Wand seines Hauptquartiers schaute man auf die Kuppeln der heiligen Stadt. Kommentierte die NZZ: "Das Grab arafats in Ramallah wird das steinerne Zeichen dafür sein, dass das Ziel des palästinensischen Kampfes, die Rückkehr nach Jerusalem, noch nicht erreicht ist.

3. Arafat bombte Staat und Jerusalem auf die Agenda der Weltpolitik. Seine Niederlagen verwandelte er in Siege. Jedermann wusste um sein Tarnen und Täuschen, seine Koruption. Und doch gewann er Schlacht um Schlacht in der UNO, einem Hexenkessel, der Israel mal für mal verurteilte, gerettet nur vom Veto der USA. Obwohl er Mitte 2000 in Camp David das Friedensangebot Israels zurückwies, wird er 2003 mit Rabin und Peres mit dem Friedensnobelpreis geehrt.

Das war Arafats Mission. UNO und EU sind sich einig: Israel muss zurück auf die Grenzen von 1967 mit Hauptstadt Ost-Jerusalem. (Vorläufige Ziele Arafats und der Palästinenser. Das Endziel geht über diese Grenzen auf Kosten Israels hinaus mit ganz Jerusalem als Hauptstadt.) Taumbelbecher und Laststein sind programmiert. Es sind Positionen, auf die Israel nie eingehen wird. Die Kulisse zu den endzeitlich dramatischen Ereignissen ist aufgebaut. Für Israel und die Nationen. Und für die Gemeinde Jesu, die weiss: "Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht" (Lk 21,28).