August 2008 Olympiade: Von Peking nach Jerusalem – Neu entdeckte Sonne

Olympiade: Von Peking bis nach Jerusalem
Die Augen der Welt richteten sich vom 8. - 24.8.2008 auf Peking. Zu bewundern gab es das grandiose Schauspiel der Supermacht Chinas, und die Leistungen der 11 249 Atlethen aus 204 Ländern. Die Zahlen strotzten superlativ von neun Millionen Besuchern bis zu einer Million Äpfel, gegessen im Olympia-Dorf. Übrigens auch, dass Deutschland 41 Medallien gewann, die Schweiz 6 und Österreich 3. (Kopf hoch, Schweiz: Gäbe es entsprechend Deutschland 82 Millionen Schweizer, hätten wir 66 Medallien!) Auch Papst Benedikt liess sich aus seiner Ferienresidenz hören: Er grüsse China und wünsche den Spielen, dass sie "ein wahrhaftes Versprechen der Brüderschaft und des Friedens zwischen den Völkern verkörpern".
 
Im Zentrum der pompösen Eröffnungsfeier war die Erdkugel als Symbol des weltumspannenden Festes. Und im Zentrum der Schlussfeier stand inmitten eines riesigen Karnevals ein grosser, von Menschen gebauter Erinnerungs-Turm, chinesisches Symbol der Verbindung von gestern, heute und morgen. Zum Final schwebten von der Turmspitze aus riesige rot-gelbe Tücher in den Himmel.
 
Geschichtsträchtige Symbolik! Erdkugel: Noch nie in der Weltgeschichte war die weltumspannende Vernetzung so global wie heute. Turm: Gestern hiess der prometheische Ruf Babels: "Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, des Spitze bis an den Himmel reiche, dass wir uns einen Namen machen, denn wir werden sonst zerstreut in alle Länder" 1 Mo 11. Heute strebt Babel so frivol und mächtig wie nie zuvor in den Himmel. Für morgen prophezeit die Heilige Schrift: "Weh, weh Babel! Ihre Plagen werden an
einem Tag kommen: Tod, Leid und Hunger, und mit Feuer wird sie verbrannt werden; denn stark ist Gott der Herr, der sie richten wird" Offb 18. Es ist spät geworden an der Weltenuhr!

China, das löst im Himmel völlig andere Assoziationen aus. Im März 2000 machten sich 36 junge Missionare aus dem Land der Mitte auf in ein buddhistisches Nachbarland. Alle hatten sie schon in ihrem Heimatland wider heftigstem Widerstand das Evangelium gepredigt und Gemeinden gegründet. Kerker, Folter, Trennung von Familie, Hunger, Durst, schlaflose Nächte – nichts änderte ihre Bereitschaft, für das Evangelium selbst zu sterben. Grosse Theologen waren sie nicht, auch keine wortgewaltigen Oratoren. Als schlichte Zeugen Jesu staunten sie selber, Monat für Monat mehr Kraftoffenbarungen des Heiligen Geistes zu erfahren, als die meisten Christen während ihres ganzen Lebens.

Die Vision "Back to Jerusalem" BTJ war geboren! Auf, um das Evangelium in alle Länder, Städte und Dörfer zwischen China und Jerusalem hineinzutragen. Entschlossen, im Angesicht der Giganten Islam, Buddhismus und Hinduismus, Gemeinden Jesu zu bauen. Heute sind hunderte von Missionaren im 10/40-Fenster des Mittleren Ostens, Nord-Afrikas, Zentral-Asiens und Indiens unterwegs. Tausende trainieren, lernen Sprachen, bereiten sich asketisch vor. Mindestens hunderttausend chinesische Missionare sollen es werden. BACK TO JERUSALEM – zu dieser Vision spornen sich an, träumen von ihr, reden davon am Frühstück, Mittag- und Abendessen. Dann machen sie sich auf, das grosse Ziel vor Augen: "Es sind die Reiche der Welt unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit" Offb 11,15.

Olympiade: Der Schlachtruf der 90 000 gestaffelt dasitzenden Chinesen peitschte während 16 Tagen durch das "Vogelnest". Die eine Kurve brüllte "Zhongguo - Reich der Mitte!" Und die andere schmetterte "Jia you - Gib Gas!" 

Ach, riefe die eine Kurve der Gemeinde Jesu mit derselben Leidenschaft "Reich Gottes!", und die andere "Gib Gas"! Schon das wäre gut. Die chinesischen Schriftzeichen bedeuten aber genau übersetzt: "Füll mehr Öl hinein!" Das also wäre ein Schlachtruf: "Werdet voll Geistes!" Eph 5,19. Ganz nach der Verheissung Jesu: "Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch kommen wird, und werdet Zeugen für mich sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde" Apg 1,8. 
Also: BACK TO JERUSALEM!


Strahlen wie die Sonne!

"Die güldne Sonne voll Freud und Wonne!" (J. S. Bach). Was für ein Wunder an unserem Himmel! 150 Millionen km von uns entfernt, mit einem Durchmesser von 1 392 000 km und einer unvorstellbaren Leuchtkraft. Nur ein halbes Milliardstel davon trifft unsere Erde, und wärmt, ernährt, erleuchtet die ganze Erdkugel für ihren ganzen grossen Bedarf.

Astronomen wussten, dass im Zentrum unserer Milchstrasse noch eine weitere Sonne existiert. Aber erst vor kurzem entdeckten sie mit dem Infrarot-Weltraumteleskop "Spitzer" durch einen Staubnebel eine Riesensonne, rund eine Million Mal so gross wie unsere Sonne, mit einer Leuchtkraft von 3,2 Millionen Sonnen. Dass die Entdecker in der Supersonne in ihrer Form und Farbe eine Pfingstrose sahen und sie "Pfingstrosen-Nebel-Stern" benennen, mag Pfingstler besonders freuen!

Dazu zwei Bemerkungen:
Welche Grösse öffnet sich uns, wenn Christus, der alle Sonnen in seiner Hand hält, selbst durch allen Staub von "Kreuz und Elende" (nochmals Bach) uns zuruft:
"Ich bin das Licht der Welt!" Joh 8,12.

Und welch' superhelle Zukunft für seine Kinder:
"Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich" Mt 13,43. Dazu welch' pfingstliche Strahlkraft des Mandats für heute: "Leuchtet wie Himmelslichter in der Welt!" Phil 2,15. Und uns die wunderbare Dynamik zutraut: "Ihr seid das Licht der Welt!" Mt 5,14.