Statistik und kirchliches Wachstum

Statistik und kirchliches Wachstum
227 national vertretene Kirchen Nordamerikas werden von einem "Nationalen Kirchenrat" auch auf die statistische Bewegung hin geprüft und in einem Statistischen Jahrbuch veröffentlicht. Das Jahrbuch 2010 stellt dabei fest: Im Minus sind vor allem theologisch liberale Traditionskirchen, womit sich ein jahrelanger Trend fortsetzt. Bei einem Minus von 3,3% weisen sie 1,8 Mill Mitglieder aus; die anglikanische Episkopalkirche – zerstritten über die Weihe Homosexueller – verliert 2,8% mit jetzt 2,1 Mill, und die Evangelisch Lutherische Kirche bei 1,9% bei 2,3 Millionen. Im Plus befindet sich die Röm.-kath. Kirche, die um 1,5% wächst und 68,1 Millionen Gläubige ausweist. Ihr Wachstum kam vor allem durch die Einwanderung aus traditionell katholischen Ländern Lateinamerikas zustande. Im Plus sind auch Pfingstbewegungen. So die Church of God (Kirche Gottes) mit 1,8% und damit 1,1 Millionen; sowie die Assemblies of God (Gemeinden Gottes) mit 1,3% und 2,9 Millionen Zugehörigen. Schade, dass zwar die grössten beiden pfingstlichen Denominationen, mit ihnen aber nicht zahlreiche ebenfalls zahlenstarke Bewegungen erfasst sind. Dann beziehen sich alle Zahlen nur auf die nordamerikanischen Heimatkirchen und –gemeinden, nicht aber auf ihre Missionsgemeinden mit oft dramatischen Wachstumszahlen. So dürfte sich die Zahl der AoG inernational auf 60 Millionen Zugehörige belaufen.

Zur Illustration der Situation Schweiz kann das Beispiel der SPM zeigen. Sie wies 2008 folgende Zahlen aus: 1.1.08 9'487 getaufte Mitglieder; 31.12.08 waren es 9' 541, also ein Plus von 54 Mitgliedern = etwa 0,6 %. (Vielleicht darf man darauf hinweisen, dass bei Berücksichtigung der Austritte (565) und Todesfälle (71) um das Resultat Ende 2008 zu erreichen ca. 7% Mitgliedergewinn zu erreichen war.
Zusatz von Friedel Zwahlen: Im 2009 war die Entwicklung etwas besser. 1.1.09 = 9‘540 getaufte Mitglieder; 31.12.09 = 9‘643, also ein Plus von 103 Mitgliedern = ca. 1,1%. Man darf davon ausgehen, dass die Gottesdienstbesucher
zunahmen etwas höher liegen. Sie werden auf ca. 1,5% geschätzt.