Theodor Herzl – Friedrich von Bodelschwingh: 2010 Gedenken an zwei grosse Vorbilder
02/September/2010
Theodor
Herzl 1860, vor 150 Jahren geboren
Als Theodor Herzl am 2. Mai 1860 in Pest (Budapest) geboren wurde, sollte schon bald die erste Aliya – Einwanderungswelle von Juden nach Palästina – als Folge furchtbarer Progrome vor allem in der Ukraine und in Polen einsetzen. Sie begann 1882 und zählte bis 1903 28 jüdische Siedlungen mit Synagogen, Schulen und Krankenstationen.
Herzl, jüdischer Jurist und Journalist, wurde zur Führerpersönlichkeit der um 1890 entstandenen politischen Bewegung des Zionismus mit dem Ziel der Gründung eines jüdischen Nationalstaates in Palästina. Anstoss dazu gab ihm der internationale Skandal um die Verurteilung des jüdisch-französischen Hauptmanns Dreyfus, der aufgrund verräterischer Tätigkeit, die er nie begangen hatte, unschuldig verurteilt, degratiert und von 1894 - 99 auf die Teufelsinseln verbannt wurde. Herzl berichtete als Beobachter der Wiener Neuen Freien Presse über den Prozess und erlebte dabei das Geschrei des Pöbels: "Nieder mit den Juden!" 1895 verfasste er das Manifest "der Judenstaat", und war Initiator der ersten Zionistischen Kongresse 1897 und 1898 in Basel. Seine Vision eines jüdischen Staates galt einem Landstrich in Palästine, der damals, nach Jahrunderten Herrschaft des Osmanischen Reiches vernachlässigt, über weite Strecken steining und unfruchtbar war oder aber Sümpfe aufwies, in denen die Malaria herrschte. Unermüdlich reiste Herzl von Land zu Land, um Unterstützung für diese Visilon zu werben, um damit die Auslöschung seines Volkes zu verhindern. Berühmt wurden seine Worte: "Fasse ich den Baseler Kongress in einem Wort zusammen – das ich mich hüten werde, öffentlich auszusprechen -, so ist es dieses: In Basel habe ich den Judenstaat gegründet. Wenn ich das heute laut sagte, würde mir ein universelles Gelächter antworten. Vielleicht in 5 Jahren, jedenfalls in 50 wird es jeder einsehen.“
Obwohl als "königliche Gestalt mit düsterer Miene, wunderbar und erhaben als ein Sohn des Hauses David" geschildert, blieb vorerst Zustimmung weithin aus. Kurz vor seinem Tod am 3.7.1904 liess er den Gruss ausrichten: "Grüssen Sie Alle von mir, und sagen Sie ihnen, ich habe mein Herz-Blut für mein Volk g, Friedrich von Bodelschwingh - – –-egeben." Erschöpft nach einem Jahrzehnt ständigen Kampfes starb er 44jährig an Herz-Sklerose in Edlach/Österreich. Nach einem Bericht von Stefan Zweig folgte dem Sarg ein endloser Zug aus aller Welt. Sein prophetisches Wort sollte am 14. Mai 1948 mit der offiziellen Errichtung des Staates Israel unter der Zustimmung der UNO in Erfüllung gehen. 1949 holte man nach, ihn in Jerusalem auf dem Herlzberg/Westjerusalem als Grosser, als Gründer und verdienter Sohn seines Volkes Israel beizusetzen. 2006 wurden die sterblichen Überreste seiner beiden Kinder Pauline und Hans neben ihrem Vater beerdigt; Margarete Trude war Opfer des Holocaust geworden.
Dieser Staat musste kommen. So einhellig die biblische Prophetie. Dass er kam, bedurfte einer Menge Wunder Gottes. Herzl ist eines davon. Dass der Staat Israel entstand und erhalten blieb, geschah auch durch Wunder der Gesellschaft, der Witschaft, der Ökonomie, der Witterung, des Militärs. Trotz des latenten Antisemitismus, trotz seiner bis an die Zähne bewaffneten Todfeinde wie Kieselsteine am Meer, die die Vernichtung Isaels auf ihren blutigen Wimpeln tragen. Lebensbedrohlicher Ernst, selbst wenn er sich der Lächerlichkeit preisgibt. So in unseren Tagen mit der türkischen Free-Gaza-Flotte der eisenstangen- und dolchbewehrten Friedensaktivisten. Gaza war und ist ein Fleck Flüchtlingselend. Aber bis zur ersten Intifada immerhin hatten Palästinenser überall in Israel gearbeitet, Zehntausende aus dem Gazastreifen hatten einen Job. Israelis gingen auf die Märkte in Gaza." Nach dem Abzug der Israelis vor drei Jahren kam "Hamastan". Kein Aufschrei, als die Hamas Hunderte von Fatah-Konkurrenten abschlachteten, sie auch mal aus dem 17. Stockwerk stürzten. So wenig, wie parallel zur Gaza-Expedition im Irak Muslime 500 Muslime morden, in Pakistan Moscheen unter Mord und Totschlag Moscheen brennen, der Türke Erdowan, Drahtzieher der Friedensflotille, Wortführer des Lamentos gegen Isael, gleichzeitig Kurden bombardiert. Das Schweigen der Welt brült so aut, wie das , wenn israelische SDazu sagt Michael Stürmer in der "Welt": "Manchmal denkt man, die Vernunft gehöre zu den vom Aussterben bedrohten Arten." Die ganze Wahrheit ist das nicht. Sagt doch das prophetische Wort: "Ich allein bin Gott und sonst keiner. Ich kündige an, was geschehen wird, lange bevor es eintrifft...Ich habe es angekündigt und es wird eintreffen; es ist schon im Gang, ich führe es herbei" Jes 46,9-11.
Friedrich von Bodelschwingh 1910, vor 100 Jahren heimgegangen
1831 wurde Friedrich von Bodelschwingh in gutem Haus geboren. Der Vater war als Finanz- und Innenminister Preussens ein wiedergeborener Christ. Mitten in seiner Gymnasialzeit erschütterte die 1848er Revolution die damalige monarchische Ordnung. Nachdem er zuerst Bergmann werden wollte, liess sich Bodelschwingh zum Landwirt ausbilden. 23jährig traf ihn eine Missionspredigt so, dass er das Studium der Theologie aufnahm. In Basel traf er auf so eindrückliche pietistische Prsönlichkeiten wie C.H. Zeller und C.F. Spittler, später auch J.C. Blumhardt in Bad Boll.
1853 wurde er Pfarrer und diente zuerst als Pastor der deutschen Gemeinde in Paris. Schon dort zog ihn sein diakonisches Herz vor allem zu den Armen und Notleidenden. Er nahm sich vor allem Lumpensammlern und Strassenkehrern an. 1864 wurde er zum 2. Pfarrer in der Landgemeinde Dellwig bei Dortmund berufen. Er war ein Mann der Erweckung, machte z.B. aus dem dortigen Schützen- ein Missionsfest. Es trafen ihn weitere Erschütterungen, so, als er in kriegerischen Auseinandersetzungen 1866 sowie 1870/71als Feldgeistlicher diente. Und vor allem durch das Hinsterben aller vier Kinder der Eheleute Bodelschwingh an Diphterie innerhalb von 12 Tagen.
1872 fand er seine eigentliche Berufung, als er die Leitung der 1867 gegründeten Heil- und Pflegeanstalt für Epileptiker in Bielefeld übernahm. Umbenannt in "Bethel" -Haus Gottes- wurde daraus eine "Stadt des Erbarmens" und eine "Stadt der Barmherzigkeit", grosse Stätten für Gemüts- und Geisteskranke. 1877 gründete er dieDiakonieanstalt "Nazareth". 1882 folgten drei Bauernhöfe für "Arbeitskolonien wandernder Arbeitslose" unter dem Motto: "Arbeit statt Almosen". In Lutindi/Ostafrika entstand ein kleines Bethel für Epilepsie- und Geisteskranke. Zum Aufbau und Erhalt der grossen Werke erfand er das "Fundrising", die Organisation vieler kleiner Spenden. Die heutigen Brockenhäuser gehen auf seine Sammlung von Altkleidern zurück, die er mit dem Wort Jesu begründete: "Sammelt die übrigen Brocken, damit nichts umkomme" Joh 6,12. Theodor Heuss, nachmaliger deutscher Bundespräsident, nannte ihn "den genialsten Bettler, den Deutschland je gesehen hatte." So wichtig ihm das Wohl der Kranken und Notleidenden war, stellte er das Heil an erste Stelle. Auch die Ärmsten sollten ihre Gottebenbildlichkeit erkennen. Das Verändern notvoller Situationen setzt das erneuerte Herz in der Nachfolge Jesu voraus.
Seine ganze Diakonie stand unter Dringlichkeit; so hiess eines seiner Leitworte: "Macht schneller, sie sterben sonst drüber!" Am 2. April 1910 wurde er in Bethel abberufen.
“
Zwei Männer, mit denen Gott Geschichte schrieb Schon schön süss, wenn unter seiner Ägide ein Christ "Leichnamsbiene" heissen konnte, ein "Kreuzluftvögelein", das ständig um das Kreuz flattern möchte. Womit immerhin das Zentrum angegeben wäre, worum es ihm ging: um das Kreuz und die Botschaft der Versöhnung als "dem grössten Christozentriker der Neuzeit" (Karl Barth), durch den Gott die Gemeinde Jesu wie nicht schnell einem andern geprägt hat hat.
Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700 in den höchsten Adel heineingeboren, entschloss sich als Fünfjähriger, "für den Mann zu leben, der sein Leben für ihn gelassen hat, und andere zu Jeus zu führen." Zehnjährig tritt er in das pietistische Pädagogium August Hermann Francke, einem der Väter des Pietismus, in Halle ein. Sechzehnjährig in die Universität Wittenberg, einer Hochburg des orthodoxen Luthertums, wo er als Student einen "SenfkornOrden" der Bekenner Christi gründet. . Er wird ein mit Genilität begnadeter Evangelist unter dem ihn prägenden Lebensmotto: "Das tat ich für dich, was tust du für mich?" Bild "Jesus mit der Dornenkrone.- Da habe ich für dich gelitten. Was tust du für moich?"
In der 1722 eingegangene Heirat mit Reichsgräfin Erdmuth Dorothea von Reuss-Ebersdorf war in ihrem Trauring eingegraben: "Lasst uns ihn lieben...", und in dem seinen "denn er hat uns zuerst geliebt." In ihrem Gut Berthelsdorf mit hundert vor allem wegn ihres Glaubens Verfolgten erlebten sie 1727 eine Erweckung, aus der die sog. "Brüdergemeinde" "Herrnhut" - unter des Herrn Hut entstand.
Prägend waren seine Leitgedanken der Gemeinde, und diese als Streiter Christi. "Ich statuiere kein Christentum ohne Gemeinschaft". Sie werden als "Chöre junger Männer und Frauen, als Witwen und Witwer" nur in Kompagnie. Als "Banden - zu Kriegsleuten, zu Engeln, zu Boten, die seine Befehle ausrichten, Banden seelsogerliche Kleingruppen "Mit Liegenbleiben wird Schönheit nichzt gespart, das Tund Treiben macht Streiter frisch und hart. Die Augen klar, die sinne heiter, schöner ist nichts als besaubte Streiter."
Durch alles, was ihn bewegte, entstanden 2000 Lieder. Waren in langen Gottesdiensten Geschwister eingeknickt, dichtete er: "Ersschüttre dich den trägen Sinn, der nichts von Arbeit weiss, und reiss ihn aus der Faulheit hin zu deinem Kampf und Schweiss." Es entstanden so auch Lieder wie "Herz und Herz vereint zusammen" "Jesu, geh voran auf der Lebensbahn! Und wir wollen nicht verweilen, dir getreulh nachzueilen..." Herz und Herz vereint zusammemn sucht in Gottes Herzen Ruh, Lasset eure Liebesflammen lodern auf den Heiland zu
Er versteht seine Ehe als "Streiterehe", und die Gemeinde als "Militia Christiane (Christliche Kriegerschar). "Mit Liegenbleiben wird Schönheit nicht gespart, das Tun und Treiben macht Streiter frisch und hart."
Sein brennendes Verlangen, Menschen -" Kein Volk, keine Nation, kein Mensch, er mag so vebannt und verflccht sein, ist von der Errettung ausgeshlossenNegersklaven Eskimos, Hottentotten" zu sagen, gebiert die weltweite Mission. Zinzendorf reist in Begleitung seiner "Pilgergemeine" 24 Jahr lang mit "fliegendem Generalstab" durch Europa und Amerika. Aus Herrnhut ziehen Handwerker ziehen aus zu solchen, zu denen sich sonst niemand machen würde" Negersklaven Eskimos, Hottentotten etc. Bis 1760 260 Missionare, leben wie Einheimische, lernen ihre Sprache, verdienen ih Brot durch eigene Arbeit.
Während dem Brauch des Liebesmahls mit Tee und Gebäck, Zeugnissen und Abendmahl werden die "Losungen" geboren, die zuerst von einem "Bruder von Haus zu Haus" gebracht, bald einmal - und dies bis heute als "Losungsbuch" gedruckt.
9.5.1760, vor 250 Jahren gestorben Herrnhuter Losungen
böhmische reformator Jan Hus 1370 - 14.15
Herz und Herz vereint zusammemn sucht in Gottes Herzen Ruh, Lasset eure Liebesflammen lodern auf den Heiland zu
Als Theodor Herzl am 2. Mai 1860 in Pest (Budapest) geboren wurde, sollte schon bald die erste Aliya – Einwanderungswelle von Juden nach Palästina – als Folge furchtbarer Progrome vor allem in der Ukraine und in Polen einsetzen. Sie begann 1882 und zählte bis 1903 28 jüdische Siedlungen mit Synagogen, Schulen und Krankenstationen.
Herzl, jüdischer Jurist und Journalist, wurde zur Führerpersönlichkeit der um 1890 entstandenen politischen Bewegung des Zionismus mit dem Ziel der Gründung eines jüdischen Nationalstaates in Palästina. Anstoss dazu gab ihm der internationale Skandal um die Verurteilung des jüdisch-französischen Hauptmanns Dreyfus, der aufgrund verräterischer Tätigkeit, die er nie begangen hatte, unschuldig verurteilt, degratiert und von 1894 - 99 auf die Teufelsinseln verbannt wurde. Herzl berichtete als Beobachter der Wiener Neuen Freien Presse über den Prozess und erlebte dabei das Geschrei des Pöbels: "Nieder mit den Juden!" 1895 verfasste er das Manifest "der Judenstaat", und war Initiator der ersten Zionistischen Kongresse 1897 und 1898 in Basel. Seine Vision eines jüdischen Staates galt einem Landstrich in Palästine, der damals, nach Jahrunderten Herrschaft des Osmanischen Reiches vernachlässigt, über weite Strecken steining und unfruchtbar war oder aber Sümpfe aufwies, in denen die Malaria herrschte. Unermüdlich reiste Herzl von Land zu Land, um Unterstützung für diese Visilon zu werben, um damit die Auslöschung seines Volkes zu verhindern. Berühmt wurden seine Worte: "Fasse ich den Baseler Kongress in einem Wort zusammen – das ich mich hüten werde, öffentlich auszusprechen -, so ist es dieses: In Basel habe ich den Judenstaat gegründet. Wenn ich das heute laut sagte, würde mir ein universelles Gelächter antworten. Vielleicht in 5 Jahren, jedenfalls in 50 wird es jeder einsehen.“
Obwohl als "königliche Gestalt mit düsterer Miene, wunderbar und erhaben als ein Sohn des Hauses David" geschildert, blieb vorerst Zustimmung weithin aus. Kurz vor seinem Tod am 3.7.1904 liess er den Gruss ausrichten: "Grüssen Sie Alle von mir, und sagen Sie ihnen, ich habe mein Herz-Blut für mein Volk g, Friedrich von Bodelschwingh - – –-egeben." Erschöpft nach einem Jahrzehnt ständigen Kampfes starb er 44jährig an Herz-Sklerose in Edlach/Österreich. Nach einem Bericht von Stefan Zweig folgte dem Sarg ein endloser Zug aus aller Welt. Sein prophetisches Wort sollte am 14. Mai 1948 mit der offiziellen Errichtung des Staates Israel unter der Zustimmung der UNO in Erfüllung gehen. 1949 holte man nach, ihn in Jerusalem auf dem Herlzberg/Westjerusalem als Grosser, als Gründer und verdienter Sohn seines Volkes Israel beizusetzen. 2006 wurden die sterblichen Überreste seiner beiden Kinder Pauline und Hans neben ihrem Vater beerdigt; Margarete Trude war Opfer des Holocaust geworden.
Dieser Staat musste kommen. So einhellig die biblische Prophetie. Dass er kam, bedurfte einer Menge Wunder Gottes. Herzl ist eines davon. Dass der Staat Israel entstand und erhalten blieb, geschah auch durch Wunder der Gesellschaft, der Witschaft, der Ökonomie, der Witterung, des Militärs. Trotz des latenten Antisemitismus, trotz seiner bis an die Zähne bewaffneten Todfeinde wie Kieselsteine am Meer, die die Vernichtung Isaels auf ihren blutigen Wimpeln tragen. Lebensbedrohlicher Ernst, selbst wenn er sich der Lächerlichkeit preisgibt. So in unseren Tagen mit der türkischen Free-Gaza-Flotte der eisenstangen- und dolchbewehrten Friedensaktivisten. Gaza war und ist ein Fleck Flüchtlingselend. Aber bis zur ersten Intifada immerhin hatten Palästinenser überall in Israel gearbeitet, Zehntausende aus dem Gazastreifen hatten einen Job. Israelis gingen auf die Märkte in Gaza." Nach dem Abzug der Israelis vor drei Jahren kam "Hamastan". Kein Aufschrei, als die Hamas Hunderte von Fatah-Konkurrenten abschlachteten, sie auch mal aus dem 17. Stockwerk stürzten. So wenig, wie parallel zur Gaza-Expedition im Irak Muslime 500 Muslime morden, in Pakistan Moscheen unter Mord und Totschlag Moscheen brennen, der Türke Erdowan, Drahtzieher der Friedensflotille, Wortführer des Lamentos gegen Isael, gleichzeitig Kurden bombardiert. Das Schweigen der Welt brült so aut, wie das , wenn israelische SDazu sagt Michael Stürmer in der "Welt": "Manchmal denkt man, die Vernunft gehöre zu den vom Aussterben bedrohten Arten." Die ganze Wahrheit ist das nicht. Sagt doch das prophetische Wort: "Ich allein bin Gott und sonst keiner. Ich kündige an, was geschehen wird, lange bevor es eintrifft...Ich habe es angekündigt und es wird eintreffen; es ist schon im Gang, ich führe es herbei" Jes 46,9-11.
Friedrich von Bodelschwingh 1910, vor 100 Jahren heimgegangen
1831 wurde Friedrich von Bodelschwingh in gutem Haus geboren. Der Vater war als Finanz- und Innenminister Preussens ein wiedergeborener Christ. Mitten in seiner Gymnasialzeit erschütterte die 1848er Revolution die damalige monarchische Ordnung. Nachdem er zuerst Bergmann werden wollte, liess sich Bodelschwingh zum Landwirt ausbilden. 23jährig traf ihn eine Missionspredigt so, dass er das Studium der Theologie aufnahm. In Basel traf er auf so eindrückliche pietistische Prsönlichkeiten wie C.H. Zeller und C.F. Spittler, später auch J.C. Blumhardt in Bad Boll.
1853 wurde er Pfarrer und diente zuerst als Pastor der deutschen Gemeinde in Paris. Schon dort zog ihn sein diakonisches Herz vor allem zu den Armen und Notleidenden. Er nahm sich vor allem Lumpensammlern und Strassenkehrern an. 1864 wurde er zum 2. Pfarrer in der Landgemeinde Dellwig bei Dortmund berufen. Er war ein Mann der Erweckung, machte z.B. aus dem dortigen Schützen- ein Missionsfest. Es trafen ihn weitere Erschütterungen, so, als er in kriegerischen Auseinandersetzungen 1866 sowie 1870/71als Feldgeistlicher diente. Und vor allem durch das Hinsterben aller vier Kinder der Eheleute Bodelschwingh an Diphterie innerhalb von 12 Tagen.
1872 fand er seine eigentliche Berufung, als er die Leitung der 1867 gegründeten Heil- und Pflegeanstalt für Epileptiker in Bielefeld übernahm. Umbenannt in "Bethel" -Haus Gottes- wurde daraus eine "Stadt des Erbarmens" und eine "Stadt der Barmherzigkeit", grosse Stätten für Gemüts- und Geisteskranke. 1877 gründete er dieDiakonieanstalt "Nazareth". 1882 folgten drei Bauernhöfe für "Arbeitskolonien wandernder Arbeitslose" unter dem Motto: "Arbeit statt Almosen". In Lutindi/Ostafrika entstand ein kleines Bethel für Epilepsie- und Geisteskranke. Zum Aufbau und Erhalt der grossen Werke erfand er das "Fundrising", die Organisation vieler kleiner Spenden. Die heutigen Brockenhäuser gehen auf seine Sammlung von Altkleidern zurück, die er mit dem Wort Jesu begründete: "Sammelt die übrigen Brocken, damit nichts umkomme" Joh 6,12. Theodor Heuss, nachmaliger deutscher Bundespräsident, nannte ihn "den genialsten Bettler, den Deutschland je gesehen hatte." So wichtig ihm das Wohl der Kranken und Notleidenden war, stellte er das Heil an erste Stelle. Auch die Ärmsten sollten ihre Gottebenbildlichkeit erkennen. Das Verändern notvoller Situationen setzt das erneuerte Herz in der Nachfolge Jesu voraus.
Seine ganze Diakonie stand unter Dringlichkeit; so hiess eines seiner Leitworte: "Macht schneller, sie sterben sonst drüber!" Am 2. April 1910 wurde er in Bethel abberufen.
“
Zwei Männer, mit denen Gott Geschichte schrieb Schon schön süss, wenn unter seiner Ägide ein Christ "Leichnamsbiene" heissen konnte, ein "Kreuzluftvögelein", das ständig um das Kreuz flattern möchte. Womit immerhin das Zentrum angegeben wäre, worum es ihm ging: um das Kreuz und die Botschaft der Versöhnung als "dem grössten Christozentriker der Neuzeit" (Karl Barth), durch den Gott die Gemeinde Jesu wie nicht schnell einem andern geprägt hat hat.
Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700 in den höchsten Adel heineingeboren, entschloss sich als Fünfjähriger, "für den Mann zu leben, der sein Leben für ihn gelassen hat, und andere zu Jeus zu führen." Zehnjährig tritt er in das pietistische Pädagogium August Hermann Francke, einem der Väter des Pietismus, in Halle ein. Sechzehnjährig in die Universität Wittenberg, einer Hochburg des orthodoxen Luthertums, wo er als Student einen "SenfkornOrden" der Bekenner Christi gründet. . Er wird ein mit Genilität begnadeter Evangelist unter dem ihn prägenden Lebensmotto: "Das tat ich für dich, was tust du für mich?" Bild "Jesus mit der Dornenkrone.- Da habe ich für dich gelitten. Was tust du für moich?"
In der 1722 eingegangene Heirat mit Reichsgräfin Erdmuth Dorothea von Reuss-Ebersdorf war in ihrem Trauring eingegraben: "Lasst uns ihn lieben...", und in dem seinen "denn er hat uns zuerst geliebt." In ihrem Gut Berthelsdorf mit hundert vor allem wegn ihres Glaubens Verfolgten erlebten sie 1727 eine Erweckung, aus der die sog. "Brüdergemeinde" "Herrnhut" - unter des Herrn Hut entstand.
Prägend waren seine Leitgedanken der Gemeinde, und diese als Streiter Christi. "Ich statuiere kein Christentum ohne Gemeinschaft". Sie werden als "Chöre junger Männer und Frauen, als Witwen und Witwer" nur in Kompagnie. Als "Banden - zu Kriegsleuten, zu Engeln, zu Boten, die seine Befehle ausrichten, Banden seelsogerliche Kleingruppen "Mit Liegenbleiben wird Schönheit nichzt gespart, das Tund Treiben macht Streiter frisch und hart. Die Augen klar, die sinne heiter, schöner ist nichts als besaubte Streiter."
Durch alles, was ihn bewegte, entstanden 2000 Lieder. Waren in langen Gottesdiensten Geschwister eingeknickt, dichtete er: "Ersschüttre dich den trägen Sinn, der nichts von Arbeit weiss, und reiss ihn aus der Faulheit hin zu deinem Kampf und Schweiss." Es entstanden so auch Lieder wie "Herz und Herz vereint zusammen" "Jesu, geh voran auf der Lebensbahn! Und wir wollen nicht verweilen, dir getreulh nachzueilen..." Herz und Herz vereint zusammemn sucht in Gottes Herzen Ruh, Lasset eure Liebesflammen lodern auf den Heiland zu
Er versteht seine Ehe als "Streiterehe", und die Gemeinde als "Militia Christiane (Christliche Kriegerschar). "Mit Liegenbleiben wird Schönheit nicht gespart, das Tun und Treiben macht Streiter frisch und hart."
Sein brennendes Verlangen, Menschen -" Kein Volk, keine Nation, kein Mensch, er mag so vebannt und verflccht sein, ist von der Errettung ausgeshlossenNegersklaven Eskimos, Hottentotten" zu sagen, gebiert die weltweite Mission. Zinzendorf reist in Begleitung seiner "Pilgergemeine" 24 Jahr lang mit "fliegendem Generalstab" durch Europa und Amerika. Aus Herrnhut ziehen Handwerker ziehen aus zu solchen, zu denen sich sonst niemand machen würde" Negersklaven Eskimos, Hottentotten etc. Bis 1760 260 Missionare, leben wie Einheimische, lernen ihre Sprache, verdienen ih Brot durch eigene Arbeit.
Während dem Brauch des Liebesmahls mit Tee und Gebäck, Zeugnissen und Abendmahl werden die "Losungen" geboren, die zuerst von einem "Bruder von Haus zu Haus" gebracht, bald einmal - und dies bis heute als "Losungsbuch" gedruckt.
9.5.1760, vor 250 Jahren gestorben Herrnhuter Losungen
böhmische reformator Jan Hus 1370 - 14.15
Herz und Herz vereint zusammemn sucht in Gottes Herzen Ruh, Lasset eure Liebesflammen lodern auf den Heiland zu