Nochmals: Zum Minarettverbot
05/February/2010
Zum
Minarettverbot - noch eine persönliche
Bemerkung
Was für eine Schwall von Worten und was für eine Flut an Druckerschwärze hat sich über den Volksentscheid vom 29. November 2009 zum Minarett-Verbot ergossen. Vom Versuch, das zu rekapitulieren und möglichst noch zu werten, möchte ich Abstand nehmen.
Aber persönlich sagen, dass ich mich kurz vor der Abstimmung für ein Ja zum Minarettverbot entschieden habe. Sehr wohl im Bewusstsein, dass schon das AT ermahnt, mit dem "Fremdling, der in deinen Toren ist", sorgsam umzugehen. Immerhin, auch in Paulus "ergrimmte sein Geist, als er die Stadt voller Götzenbilder sah" Apg 17,16, wozu heute Minarette, wie übrigens auch Kirchtürme, gehören. Muslime haben mit Niederlassungs- und Arbeitsbewilligung etc. in unserem Land praktisch jede Freiheit. Dazu gehört das Recht, ihre Religion frei auszuüben. Das heisst auch, das Recht wie Moscheen zu bauen, sich dort jederzeit zu treffen, religiöse Versammlungen zu halten oder den Koran zu verbreiten. Die Schweiz ist offensichtlich auch so attraktiv, dass 400 000 Muslime bei uns wohnen. Ist die Erwartung auf Verständnis von ihnen einer Mehrheit der Schweizer Bevölkerung gegenüber so vermessen, die die öffentliche Demonstration ihrer Religion nicht wollen?
Gleichzeitig meldet die reformierte presse, die Aargauer Muslime beteiligten sich an dem christlichen Projekt "hundert Kirchgemeinden für die Freiheit", das Friedensprojekten in Indonesien und Nigeria zugute komme. Öffentlich erklärt dabei der Verband Aargauer Muslime VAM: "Wir lehnen jede offensive Mission ab, in christlichen und nichtchristlichen Ländern." Was heissen kann: Christen im Untergrund, Verbot des öffentlichen Zeugnisses, Verbot, jemandem die Bibel weiterzugeben bis zu Verfolgung und Mord. Minarett – Riesenklamauk. Christenverfolgung, peinliches Schweigen.
Dennoch was viel wichtiger bleibt; eine machtvolle Offensive aller Gläubigen, Muslimen, Religionen – inklusive der christlichen! – in Liebe in Gemeinden, auf Strassen und Plätzen und in den Medien mit Vollmacht das Evangelium Jesu Christi zu verkünden: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich!“ Joh 14,6
PS. Interessant sind grundsätzliche Ausführungen von D. Martyn Lloyd-Jones zu "Salz der Erde":
Der Christ ist auch Salz als Bürger seines Landes. Es ist seine Aufgabe, seinen Part in seinem Land zu spielen. Zum Beispiel als Mitglied einer Partei.
Eine ganz andere Sache ist es, ob das der Auftrag der Kirche ist. Die primäre Aufgabe der Gemeinde ist es, zu evangelisieren und das Evangelium zu predigen. In dem Moment, da sich die Kirche in soziale, politische und wirtschaftliche Fragen einmischt, behindert sie sich selbst, ihren gottgegebenen Auftrag auszuführen.
Was für eine Schwall von Worten und was für eine Flut an Druckerschwärze hat sich über den Volksentscheid vom 29. November 2009 zum Minarett-Verbot ergossen. Vom Versuch, das zu rekapitulieren und möglichst noch zu werten, möchte ich Abstand nehmen.
Aber persönlich sagen, dass ich mich kurz vor der Abstimmung für ein Ja zum Minarettverbot entschieden habe. Sehr wohl im Bewusstsein, dass schon das AT ermahnt, mit dem "Fremdling, der in deinen Toren ist", sorgsam umzugehen. Immerhin, auch in Paulus "ergrimmte sein Geist, als er die Stadt voller Götzenbilder sah" Apg 17,16, wozu heute Minarette, wie übrigens auch Kirchtürme, gehören. Muslime haben mit Niederlassungs- und Arbeitsbewilligung etc. in unserem Land praktisch jede Freiheit. Dazu gehört das Recht, ihre Religion frei auszuüben. Das heisst auch, das Recht wie Moscheen zu bauen, sich dort jederzeit zu treffen, religiöse Versammlungen zu halten oder den Koran zu verbreiten. Die Schweiz ist offensichtlich auch so attraktiv, dass 400 000 Muslime bei uns wohnen. Ist die Erwartung auf Verständnis von ihnen einer Mehrheit der Schweizer Bevölkerung gegenüber so vermessen, die die öffentliche Demonstration ihrer Religion nicht wollen?
Gleichzeitig meldet die reformierte presse, die Aargauer Muslime beteiligten sich an dem christlichen Projekt "hundert Kirchgemeinden für die Freiheit", das Friedensprojekten in Indonesien und Nigeria zugute komme. Öffentlich erklärt dabei der Verband Aargauer Muslime VAM: "Wir lehnen jede offensive Mission ab, in christlichen und nichtchristlichen Ländern." Was heissen kann: Christen im Untergrund, Verbot des öffentlichen Zeugnisses, Verbot, jemandem die Bibel weiterzugeben bis zu Verfolgung und Mord. Minarett – Riesenklamauk. Christenverfolgung, peinliches Schweigen.
Dennoch was viel wichtiger bleibt; eine machtvolle Offensive aller Gläubigen, Muslimen, Religionen – inklusive der christlichen! – in Liebe in Gemeinden, auf Strassen und Plätzen und in den Medien mit Vollmacht das Evangelium Jesu Christi zu verkünden: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich!“ Joh 14,6
PS. Interessant sind grundsätzliche Ausführungen von D. Martyn Lloyd-Jones zu "Salz der Erde":
Der Christ ist auch Salz als Bürger seines Landes. Es ist seine Aufgabe, seinen Part in seinem Land zu spielen. Zum Beispiel als Mitglied einer Partei.
Eine ganz andere Sache ist es, ob das der Auftrag der Kirche ist. Die primäre Aufgabe der Gemeinde ist es, zu evangelisieren und das Evangelium zu predigen. In dem Moment, da sich die Kirche in soziale, politische und wirtschaftliche Fragen einmischt, behindert sie sich selbst, ihren gottgegebenen Auftrag auszuführen.