Mai 2008 60 Jahre Israel – und ökumenische Begleitmusik
08/June/2008
Zu seinem Sechzigsten zu gratulieren,
stand
nicht nach dem Sinn der Ökumene. Hoffnung auf ein
sicheres Heimatland schon, aber vor allem: Die 60
Jahre bedeuteten 60 Jahre des Zerfalls der
palästinensischen Gesellschaft und der Zerstreuung
von rund 750 000 Palästinensern durch die Bildung des
Staates Israel, gekennzeichnet durch eine
fortwährende Besatzung Israels.
Parallel dazu freuen sich auch 170 Theologen in über das Bestehen Israels, aber man trauere mit Millionen Palästinensern in den "besetzten Gebieten", für die das Jubiläum eine Erinnerung an Enteignung, Vertreibung durch Israel und einen andauernden Kampf um Selbstbestimmung bedeute.
In beiden "Erklärungen" kein Wort davon, dass Israel zum Überleben alle zehn Jahre blutige Kriege aufgezwungen wurden. Schon 1948, in der Nacht seiner Staats-Proklamation – beschlossen durch die UNO, radikal abgelehnt von allen arabischen Staaten –, schlugen fünf feindliche arabische Armeen zu. Das Ziel war klar: "Dieser Krieg wird ein Krieg der Vernichtung sein, er wird ein monumentalstes Massaker bringen!" Kein Wort zum Krieg 1956, als Nasser mit der Abriegelung des Suezkanals Israel abwürgen wollte und Artilleriegranaten unablässig vom Golan über Nordgaliläa niederprasselten. Kein Wort zu 1967, wo nach dem Sechs-Tage-Krieg die arabische Gipfelkonferenz in Khartum dröhnte: "Kein Frieden mit Israel, keine Verhandlungen mit Israel, keine Anerkenntung Israels." Kein Wort über den mörderischen Überfall am Jom Kippur 1973, deren existenzbedrohenden Anfangserfolge nur mit erbittertem Widerstand gestoppt werden konnten. Kein Wort zum stürmischen Jubel der Massen der Palästinenser, als Saddam Hussein während des Golfkrieges 1991 mit Scud-Raketen Tel Aviv bombardierte. Und auch kein Wort über die HAMAS, die es wie ein Mantra in ihre Massen brüllt: "Nie eine Anerkennung Israels". Oder zur Hetze des iranischen Präsidenten, der noch und noch in der Terminologie Hitlers schamlos vor der ganzen Weltöffentlichkeit die Ausradierung Israels von der Landkarte beschwört.
Da es um christliche Ermahner geht, musste Israel auch biblisch zu Gerechtigkeit ermahnt werden. So wurde Jes 32,17 zitiert: "Der Gerechtigkeit Frucht wird Friede sein!" Man übersah allerdings die Fortsetzung dieser Prophetie: "...Stille und Sicherheit, dass mein Volk in Häusern des Friedens wohnen wird, in sicheren Wohnungen und in stolzer Ruhe." Nicht um Palästinenser geht es also, sondern um Israel während des Tausendjährigen Reiches. Und wenn schon ein Zitat des Alten Bundes, weshalb kein Wort davon, dass die Bibel dem Volk Israel hundertmal "...das Land verheisst, das der Herr euren Vätern geschworen hat, ihnen und ihrem Samen zu geben". "Alle Orte, darauf eure Fusssohle tritt, sollen euer sein; von der Wüste an und von dem Berge Libanon und von dem Wasser Euphrat bis ans Meer gegen Abend soll eure Grenze sein."Dass bei den 170 Theologen auch der Name des früheren Bischofs Desmond Tutus steht – einem erbitterten Kämpfer für die Rechte der Palästinenser (wie auch um die Anerkennung von Ehen Homosexueller) – verwundert nicht. An den Kopf greift man sich, wenn daneben die Unterschriften des Internationalen Direktors der Weltweiten Evangelischen Allianz und des Generaldirektors der britischen Evangelischen Allianz erscheinen.
Wie sagt Jesus? "Zuerst hütet euch von dem Sauerteig der Pharisäer, welches ist die Heuchelei" Lk 12,1.
Parallel dazu freuen sich auch 170 Theologen in über das Bestehen Israels, aber man trauere mit Millionen Palästinensern in den "besetzten Gebieten", für die das Jubiläum eine Erinnerung an Enteignung, Vertreibung durch Israel und einen andauernden Kampf um Selbstbestimmung bedeute.
In beiden "Erklärungen" kein Wort davon, dass Israel zum Überleben alle zehn Jahre blutige Kriege aufgezwungen wurden. Schon 1948, in der Nacht seiner Staats-Proklamation – beschlossen durch die UNO, radikal abgelehnt von allen arabischen Staaten –, schlugen fünf feindliche arabische Armeen zu. Das Ziel war klar: "Dieser Krieg wird ein Krieg der Vernichtung sein, er wird ein monumentalstes Massaker bringen!" Kein Wort zum Krieg 1956, als Nasser mit der Abriegelung des Suezkanals Israel abwürgen wollte und Artilleriegranaten unablässig vom Golan über Nordgaliläa niederprasselten. Kein Wort zu 1967, wo nach dem Sechs-Tage-Krieg die arabische Gipfelkonferenz in Khartum dröhnte: "Kein Frieden mit Israel, keine Verhandlungen mit Israel, keine Anerkenntung Israels." Kein Wort über den mörderischen Überfall am Jom Kippur 1973, deren existenzbedrohenden Anfangserfolge nur mit erbittertem Widerstand gestoppt werden konnten. Kein Wort zum stürmischen Jubel der Massen der Palästinenser, als Saddam Hussein während des Golfkrieges 1991 mit Scud-Raketen Tel Aviv bombardierte. Und auch kein Wort über die HAMAS, die es wie ein Mantra in ihre Massen brüllt: "Nie eine Anerkennung Israels". Oder zur Hetze des iranischen Präsidenten, der noch und noch in der Terminologie Hitlers schamlos vor der ganzen Weltöffentlichkeit die Ausradierung Israels von der Landkarte beschwört.
Da es um christliche Ermahner geht, musste Israel auch biblisch zu Gerechtigkeit ermahnt werden. So wurde Jes 32,17 zitiert: "Der Gerechtigkeit Frucht wird Friede sein!" Man übersah allerdings die Fortsetzung dieser Prophetie: "...Stille und Sicherheit, dass mein Volk in Häusern des Friedens wohnen wird, in sicheren Wohnungen und in stolzer Ruhe." Nicht um Palästinenser geht es also, sondern um Israel während des Tausendjährigen Reiches. Und wenn schon ein Zitat des Alten Bundes, weshalb kein Wort davon, dass die Bibel dem Volk Israel hundertmal "...das Land verheisst, das der Herr euren Vätern geschworen hat, ihnen und ihrem Samen zu geben". "Alle Orte, darauf eure Fusssohle tritt, sollen euer sein; von der Wüste an und von dem Berge Libanon und von dem Wasser Euphrat bis ans Meer gegen Abend soll eure Grenze sein."Dass bei den 170 Theologen auch der Name des früheren Bischofs Desmond Tutus steht – einem erbitterten Kämpfer für die Rechte der Palästinenser (wie auch um die Anerkennung von Ehen Homosexueller) – verwundert nicht. An den Kopf greift man sich, wenn daneben die Unterschriften des Internationalen Direktors der Weltweiten Evangelischen Allianz und des Generaldirektors der britischen Evangelischen Allianz erscheinen.
Wie sagt Jesus? "Zuerst hütet euch von dem Sauerteig der Pharisäer, welches ist die Heuchelei" Lk 12,1.