Januar 2008 Gotteswahn

GOTTESWAHN
Das hat die Welt so schnell nicht gesehen: In Washington versammelten sich militante Atheisten zu einem wütenden Breitenangriff gegen die Religionen. Parallel dazu brechen sich Bücher brillanter atheistischer Denker – sie nennen sich Brights, die Aufgeklärten – eine breite Schneise in die Öffentlichkeit. Unter den Autoren und Titeln: In den USA Christopher Hitchens "Der Herr ist kein Hirte", sowie der Neurowissenschaftler Sam Haris "Das Ende des Glaubens", in Italien der Mathematiker Piergiorgio Odifreddi "Warum wir keine Christen sein können" und in Frankreich Michel Onfray "Wir brauchen keinen Gott". Meisterdenker dieser militanten Galerie ist Richard Dawkins, 66, Evolutionsbiologe mit seinem Buch "Der Gotteswahn. Allesamt Bestseller mit Hunderttausend- und Millionenauflagen.

Auslöser dieses Kreuzzuges der Gottlosen (SPIEGEL) waren die Anschläge vom 11. September 2001 auf die Zwillingstürme New York's und das Pentagon Washingtons. Es
war ein Gotteswahn, wie denn dieser Begriff nicht einfach falsch, sondern eine furchtbare Realität ist. Man könnte reihenweise auflisten. Den Wahn der Selbstmörder, im Namen Allahs Unschuldige, oft Frauen und Kinder, in den Tod zu reissen, um flugs im lustvoll ausgeschmückten Paradies zu erwachen. Der buddhistische Wahn, durch zahlreiche Wiedergeburten ein Nirwana zu erreichen. Man denke an den mittelalterlichen Hexenwahn, in dem Zehntausende durch christlich kirchliche Inquisition bestialisch umgebracht wurden. Oder an den heutigen christlichen Wahn, dass durch das Sakrament der Taufe Baby's massenhaft zu Kinder Gottes werden.

Das Sperrfeuer der Atheisten richtet sich gegen alle Religionen. Vor allem aber gegen den christlichen Glauben. Gott, Jesus, die Bibel - alles wird blasphemisch verhöhnt. Das führt dann z.B. zu "Zehn Geboten": Du sollst nicht glauben; Du sollst keine anderen Götter haben neben der Wissenschaft; Liebe deinen Nächsten ohne schlechtes Gewissen – inklusive "Sex, Drogen und Rock'n Roll" etc.

Keine Angst vor dieser geballten akademischen Tollwut. Fakt ist, dass viele der berühmtesten Grössen der Wissenschaft an Gott glaubten und glauben – Isaak Newton, Gregor Mendel, Johannes Kepler - eine endlos lange Liste. Heute zerpflücken gläubige Professoren die gottfeindlichen Argumente auf höchstem Niveau. Auch Normalverbraucher können feststellen, wie windig atheistische Argumentierung sein kann. "Du sollst keinen Schöpfer haben." So lautet ein weiteres der Gebote. Als Lösung offeriert Hitchens: "Unser Dasein ist zufällig, ein Abfallprodukt biologischer und geschichtlicher Prozesse." Und Dawkins: "Das Schlüsselereignis (der Entstehung des Lebens) war das Erscheinen eines sich selbst replizierenden Moleküls." Unsere Schöpfung mit ihren Tausenden von Wundern! Zu solchen Folgerungen genügt Intelligenz nicht, das erfordert ein böses Herz: "Die Toren sprechen in ihren Herzen: Es ist kein Gott!" Ps 14,1

"Neue Atheisten" nennen sie sich. O nein, das ist ur-, uralt! Man lese Psalm 2: 
"Warum toben die Heiden, und die Völker reden so vergeblich? Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Herren ratschlagen miteinander wider den HERRN und seinen Gesalbten: "Lasset uns zerreissen ihre Bande und von uns werfen ihre Seile!" Aber der im Himmel wohnt, lachet ihrer, und der Herr spottet ihrer. Er wird einst mit ihnen reden in seinem Zorn, und mit seinem Grimm wird er sie schrecken!"

Und wie tröstlich:
"Aber ich habe meinen König eingesetzt auf meinem heiligen Berg Zion. Dienet dem HERRN mit Furcht und freuet euch mit Zittern. Wohl allen, die auf ihn trauen!"