Seuchen im Sommer 2007 - Naherwartung Jesu

Seuchen - und Naherwartung Jesu
Meister, ...welches ist das Zeichen, wann das geschehen wird? Jesus aber sprach: ...und es werden geschehen grosse Erdbeben, Hungersnöte und Seuchen... (Lk 21 Endzeitrede)

Apokalyptik ist in der Gemeinde Jesu immer ein präsentes Thema. Musste und muss es sein, ist doch die Heilige Schrift ausgeprägt ein Buch der Prophetie. Ihre breite Fächerung, auch die manchmal lange Distanz der Erwartung, kann ermüden. Sie kann 4000 Jahre überdauern: Henoch, einer der Ersten der Bibel, schaut bereits die Wiederkunft Jesu mit allen seinen Heiligen. Sie kann Israel, die Nationen und die Gemeinde betreffen, kann perspektivisch Erst-, Teil- und Haupterfüllung beinhalten. Sie kann an einzelne Menschen gerichtet sein oder auch an die ganze Menschheit. Wenn Jesus unmittelbar vor seinem Kreuzesleiden in einer ausführlichen prophetischen Rede die Zeit vor seiner Wiederkunft schildert, weiss er sehr wohl, dass es beim Marathonlauf des Wartens saure Beine geben kann: "Als nun der Bräutigam verzog, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein."

Als Wecksignale prophezeit
Jesus "Endzeitzeichen". Das Ermüdungsgen, das in uns schlummert darf uns so wenig taub machen wie ihre sensationelle Ausmalungen, deren Hysterie wieder und wieder ins Nichts verpufft. Aber wie aktuell sie sind, kann jedes offene Auge ersehen. Ein Beispiel "Seuchen". Dem hochgemuten Glauben, der Mensch bekomme sie in den Griff, gilt das Wort Salomos: "Wenn er gleich spricht: 'Ich bin weise und weiss es', so kann er's doch nicht finden. Je mehr der Mensch arbeitet, zu suchen, je weniger findet er" Pred 8,17. Jesus wusste es. Und wir dürfen achtlos nicht an ihnen vorbeigehen:

Wussten Sie von der globalen Bienen-Plage? Die USA melden ein dramatisches Bienensterben, in manchen Regionen sind nahezu 90 Prozent der Population betroffen. Dazu kommt das Phänomen, dass ganze Bienenvölker einfach verschwinden. Auch in der Schweiz, wo sich die Anzahl der Bienenvölker nahezu halbiert hat. In Deutschland haben mörderische Varroa-Milben schon über ein Drittel aller Bienenvölker dahingerafft. 300 000 Völker fehlen in einem Jahr bei der Bestäubung. Dabei sind Bienen für uns nötige Freunde: Ein Grossteil des Obstes wird von ihnen bestäubt.

Auch die Vogelgrippe ist kein normales Naturereignis, das man mit links ad acta legen könnte. Die Weltgesundheitsorganisation bläst Alarm: Ihr Vormarsch kann jederzeit weltweit zu einer Pandemie explodieren, deren Sensen Massen hinraffen würden. So hören wir denn: "Sorgt Euch vor mit Atemschutz-Masken, Brillen, Schutzanzügen!"

Es können aber auch Seuchen vor Ort, in geographischer Nähe plötzlich über uns fallen. Im Schweizer Kanton Thurgau am Bodensee, wegen seiner Lebensader Obstbau oft als "Mostindien" gehänselt, "brennen" plötzlich Abertausende von Bäumen. Befallen vom hochinfektiösen Bakterium werden ihre Blätter braun oder schwarz und müssen an Ort und Stelle verbrannt werden. Darum die Bezeichnung der Epidemie als "Feuerbrand". Jetzt verkünden schwarze Balken in den Zeitungen: "Bauern weinen im Thurgau. Es ist die grösste Katastrophe, von der die Obstbauern je heimgesucht wurden." Sagt einer von ihnen ungehemmt weinend: "Ich spüre jedesmal einen Stich im Herzen, wenn ich das Bild von 8000 abgeschnittenen Baumstümpfen auf meinem Betrieb anschauen muss." - Inzwischen spricht man von einem Flächenbrand. In den Kantonen Thurgau, St. Gallen und Luzern mussten Hunderttausende von Stammbäumen gerodet werden, hat die Seuche die Kantone Graubünden, Appenzell, Aargau, Schwyz, Zürich und die Wetschweiz erreicht. Im benachbarten Württemberg allein sind 3,8 Millionen Apfel- und Birnbäume gefährdet.

Man muss nicht hinter jedem verdorrten Grashalm ein Endzeitzeichen wittern. Doch sind Seuchen, Epidemien und Pandemien einer der göttlichen Weckrufe: "DARUM WACHET; DENN IHR WISST NICHT, ZU WELCHER STUNDE EUER HERR KOMMEN WIRD!"