Auf grobe Klötze klarer Keil

Jesus war von allem Anfang ein Zeichen, dem widersprochen wurde. Zeit seines Lebens wehte ihm nicht nur sanfte Frühlingsluft, sondern auch eisiger Sturm entgegen. Der Urgemeinde ging es nicht anders. Elf der zwölf Apostel starben den Märtyrertod. Nichts hat die Männer und Frauen daran gehindert, das Evangelium Jesu Christi in aller Klarheit zu leben und zu verkündigen.

Wie nie zuvor zeigt in unseren Tagen die Hydra Atheismus ihre gotteslästerliche Fratze. Antichristliche Bücher, allen voran "Der Gotteswahn" und "Der Herr ist kein Hirte", erreichen Bestseller-Status. Eine Welt ohne Gott wird proklamiert. Der christliche Glaube, ja Religionen überhaupt, seien irrational, wissenschaftsfeindlich, gefährlich, ein Gefasel und folgenschwerer Blödsinn.


Alarmierend, wenn auch Christen vor diesem feindlichen Schrapnell in Deckung gehen. Man kann hören und lesen: Gott, Gott, Gott – von Christus kaum eine Spur. Vor allem, wenn Politiker, Popstars oder Presseprominenz von ihrem "Glauben an Gott" reden, geht der Weihrauch hoch. Es ist ein Gott, der entspannt, zu Medaillen verhilft, der an das Gute im Menschen glaubt, bei den Finanzen genial hilft. Kurz, ein göttlicher Helfer, der rundum glücklich macht. Das kann er wohl, das tut er auch. Allerdings, dass der Gott der Bibel auch ein verzehrendes Feuer ist, wird tunlichst hinter Gemeindemauern versteckt, wo es oft auch auf Sparflamme flackert.


Was soll's, wenn denn Christus weithin fehlt? Der Christus, der uns Mühselige und Beladene aufrichtet und tröstet, ja! Aber auch der, der sagt: "Niemand kommt zum Vater denn durch mich!" Der zuerst da ist, um mit Gott zu versöhnen, vor dem ewigen Zorn Gottes zu retten. Weitherum kaum etwas von der Mitte des Evangeliums, die Dora Rappard einmal so beschreiben kann:


Einen Namen nenn' ich euch,

o es ist ihm keiner gleich!
Name voller Lebenssaft,
Name voller Ruh‘ und Kraft: Jesus!

Tilger unsrer Sündenschuld,

Abglanz von des Vaters Huld;
du, des Lebens Weg und Tür;
volles Heil hab ich in dir:
Jesus, Jesus, Jesus!

Sieger über Sünd‘ und Tod,

auferstandner Herr und Gott,
weil du lebest, leb‘ auch ich;
dein Sieg macht zum Sieger mich: Jesus!

Dem Mangel an Christusbekenntnis folgt die Absenz des Heiligen Geistes. Von dem Jesus sagt: "Wenn ich gehe, werde ich ihn zu euch senden. Und wenn er gekommen ist, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und Gericht" Joh 16,7.8. Da kann Pfr Sieber dröhnen: "Wir müssen auch nicht immer alles so blöd spiritualisieren. Entweder gilt es, dass wir in Gottes Hand sind, oder es gilt nicht." Das mag man "saugut" finden, wie berichtet wird. Die Schrift hat dies wider sich, wenn Jesus seinen Jüngern sagt: "Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch kommen wird, und werdet Zeugen für mich sein!" Apg 1,8. Was für eine völlig andere Tonlage, wenn die afrikanische "Assemblies of God Allianz" 2010 bis 2020 als "Dekade für Pfingsten" erklärt und ihre 48 000 Pastoren aufruft, mit einer globalen Vision für die vom Evangelium Nichterreichten "zu glauben, die Taufe im Heiligen Geist zu predigen und auf 10 Millionen neu im Heiligen Geist getauften Gläubigen hinzuarbeiten."

Auf unserem Banner jedenfalls soll Christus stehen, verherrlicht durch den Heiligen Geist, was das Herz des Vaters mit Lust erfüllt!