Der Streit um Minarette

Der Streit um Minarette
14 Mio Muslime in der EU, 3.2 Mio in Deutschland, 300 000 in der Schweiz; die Zerstörung der New Yorker Zwillingstürme im Namen Allahs; Kopftücher im Strassenbild allgegenwärtig; Grossmoscheen mit über 50 m hohen Minaretts - der Islam gibt zu reden. Eine Volksinitiative will in der Schweiz Minarette verbieten. In der reformierten presse wird geflötet: "Wir brauchen Minarette". Und W. J. Hollenweger versteigt sich in der NZZ zur Aussage, christlicher Fundamentalismus mit ihrer perversen Bibelauslegung sei nicht weniger gefährlich als der islamische.

Zu den sachlichen Differenzen gehören dabei Schwerpunkte wie:


Islam als friedliche Religion
Kommt auch der vielzitierte Dijad als Heiliger Krieg im Koran nicht vor, kann es in Suren so tönen: "Tötet sie, wo immer ihr sie trefft, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben...Vergeltung soll dies sein, dass sie getötet oder gekreuzigt werden, oder dass ihnen Hände und Füsse wechselseitig abgeschlagen werden". Die klassische islamische Staatslehre teilt auf in Dar al-Islam (Haus des Islams) und Dar al-Harb (Haus des Krieges) mit dem Weltziel eines einzigen Dar al-Islam. Um pauschale Verallgemeinerungen darf es nicht gehen. Unbestreitbar sind doch Aggressivität und Grausamkeit des weltweiten islamischen Terrors. Jüngster Höhepunkt der Plan, die Treibstoffleitung in einer Länge von 64 km durch Stadtteile New Yorks zum Flughafen John F. Kennedy in die Luft zu jagen, "einer der grausigsten Anschlagpläne, die man sich vorstellen kann." 

Islam und Jesus Christus 
Das ist der Knackpunkt. Jesu Gottessohnschaft, seine Erlösungstat am Kreuz und seine Auferstehung werden geleugnet. Das bedeutet: "Ist Christus nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig; so seid ihr noch in euren Sünden" 1 Kor 15,17. "Wer ist ein Lügner, wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet" 1 Joh 2,22f, auch 1 Joh 5,10f. Wie pervers, wenn die reformierte presse vom Genuss schwärmt, in einem multireligiösen Land zu leben. Auch der Kuss des Korans durch den Papst in Istanbul wird zu einem Judaskuss.  

Islam und Israel
Die fanatische Gegnerschaft gegenüber Israel hat die Wurzel im Koran. War die Haltung Mohammeds gegenüber den Juden anfänglich positiv, sprach er nach seiner Ablehnung Zorn Gottes und Hölle über sie aus. Seit seinem Bestehen hat Israel in 25 Jahren vier Kriege zu bestehen, alle mit dem Ziel seiner Vernichtung. Dass die Hamas das Ziel der totalen Vernichtung in ihrer Charta führt, ist eines. Unheimlicher ist, dass der iranische Präsident Ahmadinedschad lauthals beschwört: Mit Gottes Segen läuft der Countdown für den Zerfall Israels, und dies ist der Wunsch aller Nationen der Welt".

Und die Minarette?
Türme haben in der Bibel eine schlechte Presse. Islamische Minarette kommen im Koran so wenig vor wie christliche Kirchtürme in der Bibel. Es sind nicht nur, aber auch Machtansprüche. Der türkische Ministerpräsident Erdogan zitierte als Bürgermeister von Istanbul öffentlich: "Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Kuppeln unsere Helme, die Minarette unsere Bajonette und die Gläubigen unsere Soldaten."

Die profilierte Gegenposition der Volksinitiative zum Minaretts-Verbot muss nicht mit Hass, Angst und Islamophobie zu tun haben. Dennoch: Ist dies der richtige Weg? Hat Jesus nicht geboten: "Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, bittet für die, die euch beleidigen und verfolgen" Mt 5,44. Paulus hat sich auf römisches Recht berufen, sagt aber doch: "Denn die Waffen unsres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig vor Gott zur Zerstörung von Festungen" 2 Kor 10,4. Wäre nicht vielmehr eine machtvolle Offensive aller Gläubigen gefordert, Muslimen, Religionen – inklusive der christlichen! – in Liebe in Kirchen, auf Strassen und Plätzen, in den Medien mit Vollmacht das Evangelium Jesu Christi zu verkünden: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich!"