Wie sich die Pfingstgemeinde Kreuzlingen versteht

DIE GMEINDE JESU CHRISTI

1. Die SPM ist eine Pfingstgemeinde, und gehört zur Familie der Pfingstbewegung. Diese entstand konkret durch eine Erweckung 1906 an der Azusa-Street, Los Angeles USA. Sie sieht sich als Fortsetzung eines breiten Erweckungsstroms und versteht sich als reformatorsich (Allein die Schrift, die Gnade, der Glaube); täuferisch (Täuferbewegung); pietistisch (Spener, Francke, Spittler), evangelistisch (Heilsarmee), sowie als Kind der Heiligungsbewegung mit der Erwartung der Wiederkunft Jesu. Hervorgerufen wurde sie durch die Initialzündung der Erfahrung der Taufe im Heiligen Geist. Heute ist die Pfingstbewegung eine dynamische Bewegung mit weltweit einer halben Milliarde Zugehörigen. Die SPM ist ist autonom, aber verbunden mit der Europäischen (PEF) und der Weltweiten Pfingstbewegung (PWF). Sie zählt 9 643 getaufte Mitglieder in der Schweiz, mit einem Beziehungsnetz mit Jugend, Freunden etc. von etwa 20 000 Personen.

2. Der NT-Begriff für Gemeinde ist "ekklesia", ein weltlich-politischer Begriff aus dem 3.-4. Jahrhundert v.Chr. Zur Vollversammlung einer griechischen Stadt wurden alle Bürger einberufen. Deren Entscheidungen galten für das umfassende Leben der ganzen Stadt, der ganzen Bevölkerung.

Die Bedeutung für die Gemeinde: Ekklesia, die Herausgerufene bedeutet, "dass der Sohn Gottes aus dem ganzen menschlichen Geschlecht sich eine auserwählte Gemeinde zum ewigen Leben durch seinen Geist und Wort in Ewigkeit des wahren Glaubens von Anbeginn der Welt bis ans Ende versammle, schütze und erhalte" Heidelberer Katechismus 1563.

Der Begriff
Kirche ist umstritten. Er geht möglicherweise auf das griech. kyriake oikia -"Haus des Herrn" zurück. Dem im Volksverständnis verwurzelten Begriff Kirche als Landeskirche gegenüber hat sich der Begriff "Freikirche" entwickelt.

3. Die Gemeinde ist "katholisch" - universal, welt- und zeitumspannend.
Dieser Begriff geht auf das Wort -griech. katholikos"
katholisch, das Ganze betreffend" zurück und meint:
a) "Die Gemeinde Jesu Christi", die weltumspannende universelle Gemeinde. ZB: Mt 16,18 Auf diesen Felsen will ich bauen meine Gemeinde. Oder: Eph 1,22 Christus ist gesetzt zum Haupt der Gemeinde.
b) Sie konstituiert sich in
örtlichen Gemeinden, ausführlich und eindeutig in der Apg und in den apostolischen Briefen beschrieben. Es sind die Gemeinden in Rom, Korinth, Ephesus, Philippi, Thessalonich usw. Jesus richtet sich in Offb 2 und 3 an die Gemeinden in Ephesus, Pergamon, Philadelphia etc.
Damit ist der Begriff "Unsichtbare Kirche" unbiblisch, gewachsen aus der Begründung der durch die unbiblische Säuglingstaufe entstandenen unbiblischen Volks- und Staatskirchen. Er ist so falsch wie die Vorstellung, ohne Lokalgemeinde dem universellen Leib Christi zuzugehören.

4. Die Gemeinde ist
apostolisch
a) entsprechend dem Fundament, das Jesus Christus und die Apostel geschaffen haben und uns in der Heiligen Schrift vorgegeben ist. Sowie
b) entprechend der
Lehre der Apostel Apg 2,42 Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.

5. Die Gemeinde ist
konziliar - Apg 15,1-35
Nach Apg 15 haben sich alle Gemeinden in das Apostel-Konzil integriert, damit ein-und untergeordnet. (Auch der dem ursprünglichen Aposelkollegium Jesu nicht zugehörige Paulus sucht diese Einordnung: "Ich zog hinauf nach Jerusalem...damit ich nicht etwa vergeblich liefe oder gelaufen wäre" (Gal 2,1ff). Das Konzil gab Anweisungen, die für alle Gemeinden galten. Sie übernahm damit die höchste Verantwortung für die Gemeinden, und die Gemeinden unterstellten sich unter sie.

Auch die SPM versteht sich konziliar:
Sie
ist integriert im Freikirchenverband der Schweiz und deren Leiterkonferenz.
Sie arbeitet zusammen mit der Schweiz. Evangelischen Allianz

Sie wird geleitet
a) von ihrer
Generalversammlung, in der alle Gemeinden vertreten sind und
b) der Leiterkonferenz aller ordinierten Pastoren.
c) Ihre Gemeinden werden geleitet von
Pastoren, Vorstehern, Ältesten. Da die SPM - im Unteschied zu den Landeskirchen - nicht mit dem Staat verbunden ist, sind ihre Gemeinden als Vereine orgnisiert und unterstehen als solche dem Schweizerischen Vereinsrecht.

6. Für die Gemeindemitglieder, die "alle durch den
einen Heiligen Geist zu einem Leib getauft" (1 Kor 12,13) und damit zur Gemeinde "hinzugetan" (Apg 2,47) sind,
ist...
a) die Gemeinde besorgt
- für die gesunde, apostolische Lehre (Eph 4,11ff)
- für den biblischen Wandel
- für die Ausrüstung in Begabungen und Erfahrungen
- für die Ausführung des göttlichen Auftrags in
leitourgia = Gottesdienst
diakonia = Dienst am Nächsten
martyria = Zeugendienst im Evangelisations- und Missionsbefehl
b) das Gemeindeglied besorgt
- für die Einheit der Gemeinde
- für den Mitdienst entsprechend Berufung und Begabung
 Arbeitskreise: Hauskreis, Senioren, Sonntaschule, Royal Rangers,
 Gebet, Diakonie
- für das Gelingen der Projekte: Evangelisation, Mission, Seminare etc.
- für die finanziellen Verantwortlichkeiten

1 Tim 3,15 Wenn ich verziehe, sollst du wissen, wie man wandeln soll im Hause Gottes, welches ist die Gemeinde des lebendigen Gottes, ein Pfeiler und eine Grundfeste der Wahrheit.