ZOOM: Die Pfingstbewegung und Israel

Erst mit der Ausrufung des Staates Israel in der Mainacht auf den 15. Mai 1948 erwachte die evangelikale und damit auch pfingstliche Eschatologie breitflächig. Damit kam die bequeme Gleichsetzung AT-Israel gleich NT-Gemeinde, jedenfalls was die positiven Verheissungen betrifft, zu Ende. Um so mehr, als die sensationelle, von der UNO gebilligte Staatengründung nicht nur Episode blieb, sondern Ausgang grandioser Wunder einleitete. Das Wunder der Staatserhaltung trotz Kriegen, angezettelt von übermächtigen Feinden. Das Wunder, dass diese feurige Furie jeweils nicht nur abgeschmettert wurde, sondern Israel den Landgewinn von 8000 (UNO-Teilungsbeschluss) auf heute 13000 km2 einbrachte. Das Wunder der Rückwanderung, durch spärliche Pilgergruppen im 19. Jahrhundert eröffnet, beherbergte Palästina 1900 50 000, 1948 650 000 und heute über 5 Millionen Juden. Für die Pfingstbewegung ist gewiss, dass dieses unglaubliche Geschehen buchstäblicher Erfüllung präziser Verheissungen entspricht, die bis auf Abraham zurückreichen.

Dazu fügt sich "Jerusalem, das ich mitten unter die Heiden gesetzt habe und unter die Länder rings umher" in seiner Sonderbedeutung nahtlos ein. Dies, als die Stadt der messianischen Wirksamkeit Jesu, seiner Kreuzigung und Auferstehung, sowie als Geburtsstätte seiner Gemeinde im Pulverrauch des Sechstageskrieges unter Fallschirmgeneral Moshe Dayan – Moses II – Israel zufiel. Vom israelischen Knesset am 30.6.1980 zur "ewigen, ungeteilten Hauptstadt Israels" erklärt.


Trotzdem hat eine überspitzte Israel-Euphorie für uns keinen Raum. Jesus wurde durch Herzen wie Beton ermordet, seine Messianität rabiat abgelehnt. Bis heute, und darüber hinaus. Ein paar Prozent sind heute Christen. Die Masse ist entweder orthodox oder säkular schon jetzt von Sodom und Ägypten gezeichnet. Die furchtbare Blutspur der Gerichte durch die Jahrtausende wird in der "Angst Jakobs" kulminieren, wenn Jerusalem zum Laststein und zur Taumelschale der Nationen wird. Es wird zugleich die Zeit der Angst für die gerichtsreifen Nationen werden. Israel wird bei der Wiederkunft Jesu durch eine nationale Busse geläutert an der Seite des Messias zum Haupt der Nationen im Tausendjährigen Reich werden.


Für uns bleibt fest: "Ich will segnen, die dich segnen!" Das Urteil am göttlichen Völkergericht wird nach ihrem Verhalten zu Israel gefällt. Gottes scharfem Richterauge entgeht das windige israelfeindliche Verhalten unserer Landesregierung nicht.


Noch eine Fussnote als Juwel in unserem Israel-Mosaik: Von 1938 - 1976 war Lilly Wreschner SPM-Missionarin in Israel und verbreitete mit ihrer Mitstreiterin Elsie Churcher Hunderttausende von Bibeln mit Neuem Testament in der prophetischen Gewissheit:
"Ich will reines Wasser über euch sprengen...und will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben!"


PS. Ein Dr. Wreschner-Flyer "Was ist Wahrheit: Vom Atheismus zum Glauben an Gott, an Jesus, zur Glaubens- und Geistestaufe - und zum Missionsdienst" kann bestellt werden.