Mission auf dem Prüfstand

Durch die Ausgiessung des Heiligen Geistes wurde in Jerusalem die Gemeinde Jesu geboren, gleichzeitig nach dem Missionsbefehl Jesu auch als Weltmissionsbewegung. Mit der Ausgiessung des Heiligen Geistes 1906 in Los Angeles entstand die Pfingstbewegung, auch sie als Gemeinde- und Missionsbewegung. Weltweit zählt sie heute 600 Millionen Zugehörige.

Europa ist geistlich gesehen der dunkelste aller Kontinente. 2010 waren 17,2% der afrikanischen Bevölkerung evangelikal, 3,5% Asiens, 16,7% Lateinamerikas, 26,8% Nord-Amerikas, 17,8% der pazifischen Bevölkerung - aber nur 2,5% Europas. Die europäische Pfingstbewegung zählt heute rund vier Millionen Zugehörige. Sie hat insgesamt 1700 Missionare in 100 Länder ausgesandt. Dazu kommen vor allem in jüngerer Zeit einige Tausend "Kurzzeitler".

Und die Schweiz? 1921 fanden sich 50 kleinere Erweckungsgemeinden zur "Schweizerischen Missionsgesellschaft" zusammen, die sich 1935 als Gemeindeverband "Schweizerische Pfingstmission" konstituierte. Bereits 1917 legten Pioniere den Grundstein für die Missionsstation Mt. Tabor in Lesotho, die heute u.a. eine Mittelschule mit 600, und eine Primarschule mit 350 Tagesschülern beherbergt. 1927 folgte die Gründung der Missionarbeit in Zentralafrika, heute mit 60 000 Geschwistern in rund 300 Gemeinden. Noch heute sind dies die stärksten Missionsfelder der SPM. Dazu kommen rund ein Dutzend "Kooperationsländer" in aller Welt - über die die Broschüre "unsere mission" detailliert
informiert.

Die Erreichung aller Welt mit dem Evangelium bleibt eine der grössten Herausforderung aller Gemeinden. Fragt Dr. Arto Hämälainen, Präsident der EUROPEAN PENTECOSTAL FELLOWSHIP, der 53 europäische Pfingstbewegungen zugehören: "Sind wir wirklich Pfingstler, wenn unsere Gemeinde keine Missionare aussendet? Alle Pfinngstgemeinden müssen neu begreifen, was ihr Existenzgrund ist: Evangelisation und Mission!"