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ZELT UND ALTAR
Unsere Väter haben schon die Biographie Abrahams unter den Zentralbegriff Zelt und Altar gesehen. Keine Bewegung ohne Stille, keine Stille ohne Bewegung.


Nichts wurde Israel so radikal mitgegeben wie das Sabbat-Gebot. Kein Verlassen des Wohnorts, den Sabbatweg, keine Arbeit! Juden sagen, dies gelinge nur mit Meiden geringster Arbeit. Kein Griff nach dem Terminkalender, kein Einschalten des PCs.


Uns eiligen Heiligen gehört's ins Stammbuch: Mose studierte 40 Jahre Wüsten-Schafologie. Bei ihrer Weihe hatten Priester sieben Tage und Nächte vor der Stiftshütte zu verharren. Jesus und Johannes bedurften dreissig Jahre der Zubereitung. Paulus wurde nach Sofortstart drei Jahre an den Webstuhl nach Tarsus delegiert. Pfingsten gingen zehn Tage Söller voraus. Altar als Prinzip.


Dann aber nichts da von einbunkern. Mose ent
eil dem Feuerofen Ägyptens. Die Priester reckten sich zur Schwerarbeit. Jesus evangelisierte über 300 km Heiliges Land. Paulus 15 000 km zu Land und Wasser. Die Wachstumskurve der Jerusalem-Gemeinde 3000, 5000, Myriaden, Multiplikation der Gemeinden. Zelt als Prinzip.

Noch vor fünf Jahrzehnten war's einfacher. Radio gab's kaum, gechweige dennFernsehen. Zwei Sonntagsgottesdienste, drei wöchentliche Gemeindeabende, Zeltarbeiten auf drei Routen – 14 Tage bis drei Wochen, nationale Bibelwochen, Jugendliche zweimal fünf Monate Bibelschule – normal. Noch während seiner grössten Evangeliumsfeldszüge – um 1875 – beklagte D. L. Moody das Aufkommen des Fahrrads als grössten Feind. Und heute? Graubünden meldet guten Besuch von Gottesdiensten. Altarbesuch von Unterländern. Dann auf ins Zelt, nach Parsenn und Jakobshorn.

PFINGSTBEWEGUNG SPM. WIR MÜSSEN ÜBER DIE BÜCHER!